Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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184 vn ſich und ſtreckte die Arme aus, um eine Stütze zu uchen.

Juſtin ſprang ihr bei, hielt ſie auf und rückte ihr einen Lehnſtuhl zu.

„Ah!“ ſagte ſie,„iſt das wahr, ſo müßte ich Sie auf den Knieen um Verzeihung für den Schmerz bitten, den ich Ihnen verurſache!“

„Es iſt wahr,“ ſprach Juſtin.„Doch laſſen wir uns Beide nicht niederſchlagen, Madame, ſo lange wir nicht ſicher ſind, daß es kein Mittel für dieſen Schmerz gibt, und bleibt mir keine Hoffnung mehr auf die Men⸗ ſchen, ſo wird mir die Hoffnung auf Gott bleiben.“

„Was iſt aber zu thun?“ fragte die Vorſteherin der Penſion.

„Warten und mittlerweile darüber wachen, daß Nie⸗ mand in das Zimmer von Mina eindringt, noch in den Garten kommt.“

„Warten, auf wen, mein Herr?“

„Auf den Agenten der Behörde, der ſich in einer Stunde hierher begeben ſoll.“

„Wie!“ rief Madame Desmarets, mehr erſchrocken als bewegt,„das Gericht wird hierher kommen?“

„Allerdings,“ antwortete Juſtin.

„Wenn dies geſchieht, ſo iſt aber mein Haus ver⸗ oren!“

Dieſer Egoismus verletzte Juſtin tief.

„Was ſoll ich denn thun, Madame?“ fragte er kalt.

„Mein Herr, gibt es ein Mittel, das Aergerniß zu vermeiden, ſo bitte ich Sie inſtändig, daſſelbe anzu⸗ wenden.“

„Ich weiß nicht, was Sie ein Aergerniß nennen,“ verſetzte Juſtin, die Stirne runzelnd.

„Wie, Sie wiſſen nicht, was ich ein Aergerniß nenne?“ ſprach die Vorſteherin der Penſion, indem ſie ihre Hände faltete.

„Das Aergerniß für mich, Madame, iſt,“ ſagte

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