Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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eines entſchloſſenen Mannes, welche in ſeinem wüthenden Laufe dieſes Pferd lenken, das viel mehr einem ſeine Beute entführenden Vogel, als einem ſeinen Reiter tra⸗ genden arabiſchen Roſſe ähnlich.

Nach einer Stunde raſenden Galopps, während welcher die Gedanken von Juſtin, etwas vom Laufe ſei⸗ nes Pferdes entlehnend, ſich raſch in ſeinem Gehirne drängten, hielt er keuchend vor der Thüre des Penſion⸗ nats an.

Er hatte, wie geſagt, etwas mehr als eine Stunde gebraucht, um fünf Meilen zu machen, und es war ge⸗ rade halb neun Uhr, als er, von ſeinem Pferde ſpringend, bei Madame Desmarets anläutete.

Man war längſt im Hauſe auf; Madame Desma⸗ rets befand ſich allein in ihrem Zimmer und hatte ihre Toilette noch nicht beendigt.

Juſtin ließ ihr ſagen, er wünſche ſie auf der Stelle

zu ſprechen. Ganz verblüfft durch einen ſo frühen Beſuch, ließ Madame Desmarets Juſtin bitten, er möge warten, und verlangte von ihm eine Viertelſtunde, um ſich in den Stand zu ſetzen, vor ihm zu erſcheinen.

Juſtin antwortete aber, die Sache, die ihn zu ihr führe, leide in Betracht ihrer Dringlichkeit keinen Ver⸗ zug, und er bitte daher die Vorſteherin der Penſion in⸗ ſtändig, ihn ſogleich zu empfangen.

Sehr bennruhigt durch dieſes entſchiedene Beharren, zog Madame Desmarets einen Schlafrock an und öffnete ihre Tbüre, um in den Salon hinabzugehen; Juſtin ſtand aber vor der Thüre.

Er nahm die erſtaunte Frqu bei der Hand und ließ ſie in ihr Zimmer zurückgehen, deſſen Thüre er hinter ſich ſchloß.

Da erſt ſchlug die Vorſteherin der Penſion die Au⸗ gen zu Juſtin auf, den das Licht der Fenſter beleuchtete, und ſtieß einen Schrei aus. Sie war erſchrocken zugleich

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