Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Der Mann, der ſich ſehr thätig glaubt, der alle Tage ſich bewegt, geht, läuft, zwei Meilen zu Fuße oder im Wagen macht, bewegt ſich viel mehr, handelt aber viel weniger, als der Mann, welcher, aus der Tiefe ſeines Arbeitscabinets, nach Verlauf von zehn Jahren einer ſchein⸗ baren Ruhe den Gedanken, der die Welt umwälzen ſoll, hervorgehen läßt.

Stellen Sie den Schulmeiſter, dieſen an ſeiner Oberfläche ſo apathiſchen Menſchen, in den Kampf mit der Nothwendigkeit, und Sie werden ihn aus ſeiner Apathie, völlig gerüſtet, bereit zum Streiten, vorbereitet zum Tode, hervortreten ſehen. Was ihn verringert in den Augen von denjenigen, welche bei ihm nicht mehr als die Oberhaut betrachten,— wir verwöchten es nicht zu oft zu wiederholen, denn wir beabſichtigen, es in dieſem Buche zu beweiſen,— iſt das Familienleben, un⸗ ter das er gebengt iſt; die kindliche Pietät, welche zu⸗ weilen die großen Handlungen hervorbringt, macht auch zuweilen die großen und dunklen Hingebungen. Unter⸗ drücken Sie für Juſtin das heilige Wort, die fromme Sache, die auf ihm laſtet, die Familie, und Sie wer⸗ den ihn ſogleich ſeinen Stein zu dem geſellſchaftlichen Monumente, dem Antipoden des Thurmes zu Babel, bringen ſehen, welches um eine Schicht zu erhöhen wir Alle geboren ſind, und das man die allgemeine Harmo⸗ nie nennt. Nehmen Sie an, er ſei allein auf der Welt, mik Leidenſchaften, für die er Niemand als ſich ſelbſt veruntwortlich, und Sie werden ihn, wie jenes unter dem Scheffel verborgene Licht des Evangeliums, ſobald der Scheffel weggenommen iſt, auf der Stelle alle ſeine Strahlen um ſich her verbreiten ſehen.

Wer alſo Juſtin, an ſeine Jugenderinnerungen appellirend, als vollendeten Reiter auf dem Pferde von Jean Robert hätte hinjagen, die Entfernung durchfliegen, den Raum verſchlingen ſehen, hätte verſichern können, es ſei gewiß der Arm eines ſtarken Mannes und das Knie