Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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that er es aus Gewiſſensbiſſen... Ich ſagte aber zu mir ſelbſt:„„Müßte ein Menſch, der ein wirkliches Verbre⸗ chen, einen wahren Mord begangen hätte, nicht dem Verdachte dadurch entgehen, daß er ſich einen Ruf ähn⸗ lich dem, welchen ſich dieſer Edelmann erworben, ver⸗ ſchaffen würde? Thun wir alſo aus Vorſicht, aus Egoismus, aus Angſt, was er durch Gewiſſensbiſſe an⸗ getrieben thut.““

„Ich kam nach Paris zurück; ich ſuchte einen Wohn⸗ ort in der Umgegend; ich fand dieſes Haus, das ich kaufte, und ich unternahm das große Werk der Philan⸗ thropie, das mir auch den Ruf eines Biedermannes, mit dem ich ſterben werde, eingetragen hat; bin ich aber ein⸗ mal todt, ſo gehört mein Andenken Ihnen: bringen Sie es Herrn Sarranti zum Opfer; verlangen Sie ſeine Begnadigung als Verſchwörerz ich habe es übernommen, ſeine Unſchuld als Mörder zu beweiſen.“

„Wird man aber der Ausſage eines Sohnes zu Gunſten ſeines Vaters glauben?“

„Ich habe dieſen Einwurf vorhergeſehen... Stehen Sie auf, nehmen Sie dieſen Schlüſſel...“

Der Sterbende reichte dem Mönche einen Schlüſ⸗ ſel, den er unter ſeinem Kopfkiſſen verborgen hielt.

„Oeffnen Sie die zweite Schublade des Secretärs,“ fügte er bei;„Sie werden dort eine mit drei Siegeln verſehene Papierrolle finden.“.

Dominique ſtund anf, nahm den Schlüſſel, öffnete den Secretär und kam mit der Papierrolle zurück.

„Hier,“ ſagte er.

„Steht nichts darauf geſchrieben?“

„Doch, mein Herr; es ſteht hier:

„Dieſes iſt meine allgemeine Beichte vor Gott und „den Menſchen, um, ſollte es nöthig ſein, nach meinem „Tode veröffentlicht zu werden.

„Unterzeichnet: Gérard Tardieu.“