Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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pfeifend aus meiner Bruſt hervor. Ich fühlte den Tag kommen!

„Endlich war das finſtere Werk beendigt. Ich legte den Leib des Kindes in dieſes Loch, das keine vier Fuß Tiefe hatte; dann ließ ich die Erde darauf rollen, die ich am Rande des Grabes angehäuft hatte, und trat fie mit den Füßen, damit der Boden keine Erhöhung biete; und da nicht alle Erde Raum fand, wegen des Platzes, den der Leichnam eingenommen, ſo ſtreute ich den Reſt in der Gegend umher. Wonach ich hundert Schritte von da eine große Mooslage holte, die ich, zum Grabe zurückkehrend, auf die Stelle legte, wo die Erde friſch aufgewühlt worden war. Vermöge dieſer Vorſichtsmaß⸗ regel blieb keine Spur mehr von der gräßlichen Arbeit.

Es war Zeit! als ich eben geendigt hatte, öffnete die Sonne die Wolken, und auf dem Gipfel einer Eiche, deren Aeſte ſich über meinem Haupte ausſtreckten, ſang eine Nachtigall.“

LXXI.

Ende der Beichte.

„Die Sonne, das Licht brachten die zwei erſchreck⸗ lichen Geſpenſter des Tages: die Erinnerung und die Ueberlegung! Ich ſah die Sonne mit der Angſt des Verurtheilten kommen, der am Morgen in ſein Gefäng⸗ niß den Kerkermeiſter eintreten ſieht, welcher beauftragt iſt, ihm die Stunde der Hinrichtung anzukündigen.

„Es handelte ſich darum, einen Entſchluß zu faſſen;