Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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ihn an einem abgelegenen Orte des Parkes begraben, und jede Spur des Verbrechens würde verſchwinden.

„Ich kehrte in den Park zurück, nachdem ich von den Dornen den erwähnten Fetzen vom Halskragen abgeriſſen hatte, und ſchlug in aller Haſt den Weg nach dem Teiche ein. Während ich lief, hatte ich einen ent⸗ ſetzlichen Gedanken, einen Gedanken, der mir den Schwin⸗ del gab.„„Finde ich den Leichnam nicht mehr am Ufer, wo ihn ſuchen?““ ſprach ich zu mir ſelbſt. Zum Glücke war er da... Zum Glücke! begreifen Sie? es iſt gräß⸗ lich, was ich Ihnen da ſage!“

„Oh! ja, ja, gräßlich!“ murmelte der Prieſter, der bei dieſer Erzählung ſeine Haare ſich auf ſeinem Haupte ſträuben fühlte.

Der Sterbende fuhr fort:

„Um den Knaben zu begraben, brauchte ich einen Spaten; doch ich hatte zu viel gelitten während der paar Augenblicke, die ich mich von dem Leichname ent⸗ fernt, um mich aufs Neue davon zu entfernen. Ich hing das Gewehr über meinen Rücken, ich lud den Knaben auf einen von meinen Armen und ging bis zu dem Schoppen, wo der Vater Vincent ſein Gärtnergeräth einſchloß, um hier einen Spaten zu holen. Ich fand das Werkzeng, das ich ſuchte. Das kleine Gebäude war im Küchengarten; ſo weit als möglich vom Küchengarten entfernt, am ödeſten Orte des Parkes ſollte ich den Kna⸗ ben beerdigen. Ich ſchritt aufs Neue über den Gras⸗ platz hin und ſah beim Mondſcheine die häßliche Silho⸗ nette eines Mannes ſich ausſtrecken, der unter ſeinem Arme den Leichnam eines Kindes trug: ſeine Beine bam⸗ melten vorwärts, ſein Kopf hing rückwärts.

„Ich beſchleunigte meine Lauf und drang in das Gehölze ein. Die Reiſe, die ich in der Ewigkeit vom Tage meines Todes bis zu dem des jüngſten Gerichtes machen werde, wird nicht erſchrecklicher für mich ſein, als dieſer nächtliche Lauf durch die Finſterniß, welche die