Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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los und drehte gegen mich ſeinen blutigen Rachen und ſeine Flammenaugen, welche wie Kohlen funkelten.

„Ich ergriff den Angenblick, wo er zögerte, ob er das Kind weiter gegen die Breſche fortſchleppen oder auf mich losſtürzen ſollte; ich zielte mit der Sorgfalt eines Menſchen, der um ſein Leben ſpielt, und drückte los. Der Hund bog ſich auf ſeinen vier Beinen und drang, ein langes, unheimliches Geheul ausſtoßend, in das Ge⸗ hölze ein. Ich eilte ihm nach, in der Hoffnung, ihn einzuholen und ihm mit einem zweiten Schuſſe den Gar⸗ aus zu machen. Er war grauſam getroffen; denn beim Mondſcheine ſah ich eine Blutſpur auf dem Raſen. Ich folgte dieſer Spur, ſo lange ich auf einem freien Boden war; als ich aber in das Gehölze gelangte, verlor ich ſie.

„Nichtsdeſtoweniger lief ich bis zur Breſche. Durch dieſe Breſche hatte er hinausgehen müſſen; durch dieſe Breſche war in jedem Falle Leonie weggegangen: ein Fetzen von ihrem Halskragen hing an einem wilden Roſenſtocke. Was war aus ihr geworden? Schon über eine Stunde war ſie durch die Mauer entflohen; die Straße von Fontainebleau nach Paris lief kaum auf eine Viertelmeile vorüber. Wer würde mir ſagen, nach wel⸗ cher Seite ſie ſich gewendet? ob ſie Jemand begegnet? wohin ſie geführt worden war? Sodann, wenn man, während ich außerhalb der Mauern ſuchte, ins Schloß hineinkäme und den Leichnam von Victor fände! Wich⸗ tig vor Allem war es, dieſen Leichnam verſchwinden zu machen.

„In dieſem Augenblicke kamen bei mir wieder die Selbſterhaltungsgedanken. Warum war ich ſo wahnſin⸗ nig geweſen, den Leichnam im Teiche zu laſſen? wußte ich nicht, daß nach Verlauf einer gewiſſen Zeit die Er⸗ trunkenen wieder auf das Waſſer kommen? Es war im Ganzen ein Glück, daß Braſil den Knaben aus dem Teiche gezogen und auf den Grasplatz geſchleppt hatte; ich wollte

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