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rem Auge, mit ſtockendem Athem beobachtet; ich hatte momentan zu leben aufgehört.
„Das Waſſer wirbelte über der Stelle, wo der Hund untergetaucht warz zweimal erſchien ſein Kopf an der Oberfläche des Waſſers, und ich hörte ihn geräuſch⸗ voll athmen; das dritte Mal hielt er in ſeinem Rachen einen formloſen Gegenſtand, den er ſchwimmend nach dem Ufer fortzog; ſo erreichte er den Raſen und ſtieg, immer den Gegenſtand anziehend, den abſchüſſigen Rand hin⸗ auf. Oh! wie gräßlich! dieſer Gegenſtand, den er ſo fortzog und nach unerhörten Anſtrengungen auf das ufer zu ſchleppen vermochte, war die Leiche des kleinen Knaben!.
„Entſetzen!“ murmelte der Mönch.
„Oh! ſprechen Sie,“ rief der Sterbende,„begreifen Sie, was bei dieſem Anblicke in mir vorging? Wie am Tage des jüngſten Gerichtes gab der Abgrund ſeine Todten zurück!... Ich ſtieß ein Wuthgeſchrei aus, nahm wieder meine Flinte und ſprang zu vier und vier die Treppe hinab. Warum rollte ich nicht über die Stufen? warum zerſchmetterte ich nicht die Stirne auf den Plat⸗ ten der Hausflur? ich weiß es nicht. Ich erreichte die Freitreppe. Eine dichte Baumgruppe entzog mir den Anblick des Hundes und des Kindes; ich ging in der Richtung der Baumgruppe, um ſo nahe als möglich zu dem Thiere zu kommen, ohne von ihm geſehen zu werden. Bei der Baumgruppe angelangt, war ich nur noch dreißig Schritte vom Hunde; er ſchleppte den Leichnam nach der dem Schloſſe entgegengeſetzten Seite.
„Ich dachte an die Breſche. Ah! ohne Zweifel war Leonie durch dieſe Breſche entflohen: durch dieſe Breſche wollte der Hund den Leichnam fortſchleppen. Hätte es der Zufall nicht gefügt, daß ich geſehen, was vorgefallen, ſo verrieth dieſer elende Hund Alles.
„In dem Augenblicke, wo ich jenſeits der Baum⸗ gruppe erſchien, witterte er mich. Da ließ er das Kind


