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einem der unteren Räume. Ich rief Orſola Anfangs mit furchtſamem Tone, ſodann lauter und endlich mit der ganzen Kraft meiner Stimme: Niemand antwortete mir. Es kam mir ſodann der Gedanke, Leonie zu rufen; doch ich wagte es nicht, aus Angſt, einen Schatten heraufzu⸗ beſchwören!
„Ich hatte kein Licht und ſtieg im Finſtern tappend hinab.. Ein Ueberreſt von Feuer brannte in der Küche, und ſo ſchwach der Schein, den es von ſch gab, es ließ ſich doch leicht ſehen, daß Alles in Ordnung und nichts hier vorgefallen war. Von der Küche ging ich in die Küchenſtube und rief dabei fortwährend Orſola: Nie⸗ mand antwortete. Mir ſchien indeſſen, es ſei doch von hier das Geſchrei gekommen.
„Es fiel mir ein kleiner Speiſekeller ein, der hinter der Küchenſtube lag, und in dem ich noch nachſehen mußte; ich verſuchte es, die Thüre aufzudrücken, doch ich hatte gegen ein Hinderniß zu kämpfen. Abermals rief ich Orſola: keine Antwort.
„Eines fiel mir indeſſen auf: beim Mondſcheine ſah ich das Fenſterwerk des Speiſekellers ganz zerbrochen; dieſes Fenſterwerk ging auf den Garten. Zu gleicher Zeit ſtieß ich mit dem Fuße an etwas. Ich bückte mich und fühlte einen auf der Erde liegenden Körper; nach der lauen Feuchtigkeit der Platte zu urtheilen, ſchien es mir, dieſer Körper ſchwimme im Blute... Ich betaſtete: das war nicht der Körper eines Kindes... Was war es denn? Ich ging rückwärts bis zur Thüre, dann durch⸗ ſchritt ich die Küchenſtube und trat wieder in die Küche ein; ich zündete eine Kerze an und kam, zum Voraus erſchrocken über das, was ich ſehen ſollte, zu dem Leich⸗ name zurück.
„Was war denn vorgefallen? Dieſer Leichnam war der von Orſola! dieſes Blut, in dem er ſchwamm, war ihr Blut! es lief aus einem entſetzlichen Biſſe hervor, der die Halspulsader geöffnet und durch den Blutfluß


