Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Ich liebe Dich ſo ſehr, ich liebe Dich von ganzem Her⸗ zen, mein Oheim! Oh! ich habe nie einem Menſchen etwas zu Leide gethan!““

„Ich hatte ihn beim Kragen ſeiner Jacke gepackt.

„„Mein Oheim, mein Oheim, haben Sie Mitleid S kleinen Victor!... Zu Hülfe! herbei! zu

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„Die Stimme ſtockte: meine Hand hatte wie ein eiſerner Ring den Hals des Knaben umſchloſſen. Ich war vom Schwindel erfaßt und hatte das Selbſtbewußt⸗ ſein verloren.

„„Nein, nein,“ ſagte ich,„„Du biſt verurtheilt; Du mußt ſterben!““

„Er hörte es, denn er raffte alle ſeine Kräfte zu⸗ ſammen, um mir zu entkommen.

„In dieſem Augenblicke verbarg ſich der Mond hin⸗ ter einer Wolke, und ich befand mich in der Finſterniß; überdies ſchloß ich die Augen, um nicht zu ſehen.

„Ich hob den Knaben bis über meinen Kopf em⸗ por, und, als ſollte ſein Gewicht nicht genügen, um ihn unter dem Waſſer verſchwinden zu machen, ſchleuderte ich ihn mit meiner ganzen Kraft in den Teich!

„Das Waſſer brudelte, öffnete ſich wie ein Schlund und ſchloß ſich wieder.

„Ich warf mich auf die Ruder, um das Ufer zu er⸗ reichen, doch in dem Momente, wo ich eines mit jeder von meinen Händen ergriff, erſchien der Knabe, der ſich entſetzlich zerarbeitete, wieder. Was ſoll ich Ihnen ſagen, mein Vater?“ rief ſchluchzend der Sterbende; „ich war trunken, ich war wüthend, ich war wahnſinnig!

. Ich hob das Ruder auf.

„Oh! Elender!“ rief Bruder Dominique, indem er aufſtand, als hätte er, ein einfacher Zuhörer, nicht die Kraft gehübt, mehr zu vernehmen.

„Ja, ja, ich Elender! ich Schändlicher! denn der

Die Mohicaner von Paris. II.