160
rief der Knabe;„es iſt ſo luſtig, im Nachen zu fah⸗ ren!““
„Und er ſprang zuerſt in die kleine Barke. Ich folgte ihm ſchwankend.
„Das Waſſer war tief, ruhig, glatt wie ein Spie⸗ gel, beleuchtet vom Monde, der ſo eben aufgegangen. Ich ergriff beide Ruder und ruderte raſch.
„Ich hatte in dieſem Augenblicke nur einen Ge⸗ danken: zeitig genug ankommen, um das Verbrechen zu verhindern und, was auch daraus entſtehen dürfte, ſagen: „„Nein, nein, ich will nicht!““
„Wir waren ungefähr mitten auf dem Teiche, als ich einen entſetzlichen Schrei hörte. Ich erkannte die Stimme von Leonie. Zu gleicher Zeit erſcholl das Ge⸗ bell von Braſil in der Nacht: er hatte ohne Zweifel auch von ſeiner Niſche, wo er zurückgehalten wurde, wie ich dieſen Schrei gehört und erkannt.
„Zwei weitere Schreie, noch herzzerreißender als der erſte, machten ſich ein paar Secunden von einander börbar.
„Ich ſchaute den kleinen Victor an: er war ſehr bleich. . Men Oheim, mein Oheim,““ ſagte er,„man tödtet meine Schweſter!““
„Dann rief er:
„„Leonie! Leonie!““
„„Willſt Du wohl ſchweigen, Unglücklicher!““ ſagte ich.
„„Leonie! Leonie!““ rief fortwährend der Knabe.
„Ich ging mit ausgeſtreckter Hand, mit flammendem Blicke auf ihn zu; er war dergeſtalt erſchrocken über den Ausdruck meines Geſichtes, daß er ſich beſann, ob er ſich nicht ins Waſſer werfen ſollte;— der Arme konnte nicht ſchwimmen; er fiel, die Hände faltend, auf die Kniee und rief:
„„Oh! mein guter Oheim, laß mich nicht ſterben!
ter üb
por unt
ihn un
rei vo ent ſal „i


