in
ff
en a6
g. nd nd
nd
rit en
ſie
155⁵
„„Du begreifſt?““ ſagte ſie.
„Ich ſchaute ſie mit einem ſtieren Auge an.
„Er hat Dir die Summe geſtohlen, die Dir Dein Notar zurückgegeben; um ſie Dir zu ſtehlen, hat er die Schublade aufgebrochen. Die Kinder traten ein, wäh⸗ rend er die Schublade ſprengte, und aus Furcht, von angegeben zu werden, hat er ſich ihrer ent⸗ edigt.““
„„Ja,““ wiederholte ich,„„er hat ſich ihrer ent⸗ ledigt.““
„„Begreifſt Du?““ fragte Orſola ungeduldig und zugleich freudig, da ſie ſah, in welchen thieriſchen Zuſtand ſie mich verſetzt hatte.
„„Ja, ich begreife... Doch er, er wird leugnen!““
„„Wird er wiederkommen, um zu leugnen? wird man ihn in Indien holen? wird er es wagen, nach Frankreich zurückzukehren, wenn er als Verſchwörer, als Dieb und als Mörder zum Tode verurtheilt iſt?““
„„Nein, er wird es nicht wagen.““
„„Ueberdies werden wir Millionäre ſein, und man macht viele Dinge mit Millionen.““
„Wie werden wir Millionäre ſein?““ fragte ich mit weinſchwerer Zunge.
„„Da Du den Knaben übernimmſt und ich das Mädchen...““ wiederholte Orſola.
„„Das iſt wahr.““
„„Gehen wir alſo hinab.““
„Ich erinnere mich, daß ich Widerſtand leiſtete, nicht aus Vernunft, ſondern aus Inſtinct. Sie zog mich fort und nöthigte mich, die Freitreppe hinabzuſteigen. Die Kinder ſaßen da und ſchauten nach der Sonne, welche langſam unterging.
„Oh! wie ſonderbar iſt das!““ ſagte ich;„„mir ſcheint, der Himmel iſt ganz mit Blut überzogen.““
„Als ſie mich erblickten, ſtanden die zwei Kinder auf und kamen, ſich an der Hand haltend, auf mich zu.


