Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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„„Verrathen! verrathen!““ wiederholte er.„Oh! die Elenden! ein ſo gut angelegtes Complott! eine ſo wohl organiſirte Verſchwörung!““

„In dieſem Augenblicke kam, auf den Ruf von Or⸗ ſola, Jean mit den zwei friſchen Pferden. Ich hatte nur die Kraft, ſie Herrn Sarranti zu zeigen und zu ihm zu ſagen:

„„Fliehen Sie auf der Stelle! fliehen Sie ohne Verzug! Ihre Sicherheit vor Allem!““

„Er drückte mir aufs Neue die Hand, ſchwang ſich auf eines von den zwei Pferden, während Jean das an⸗ dere beſtieg, und auf Querwegen wandten ſich Beide nach Orleans.

„„Gut!““ flüſterte Orſola mir ins Ohr;„„jeden Abend nach acht Uhr geht der Gärtner bei ſeinem Schwieger⸗ ſohne, in Morſang ſchlafen: wir werden allein ſein.““ 5„„Allein,““ wiederholte ich maſchinenmäßig,„„al⸗

„„Ja,““ ſagte Orſola,„da wir, als hätten wir errathen können, was ſich ereignet, die Vorſicht gebraucht haben, uns der Gertrud zu entledigen.““

„Das Wort wir erinnerte mich an das Verbrechen, während es mich zugleich zum Mitſchuldigen machte. Ein kalter Schweiß floß über meine Stirne! Ich begriff, daß dies der Augenblick war, meine ganze Stärke zu⸗ ſammenzuraffen und zu kämpfen; doch längſt war meine Stärke verſchwunden! doch längſt ließ ich mich fortreißen, und ich kämpfte nicht mehr!

„„Auf, auf, zu Tiſche!““ ſprach Orſola zu mir; „„man darf die Gelegenheit, die ſich bietet, nicht ent⸗ ſchlüpfen laſſen; ſammein wir Kräfte und benützen wir den Augenblick.““

„Ich wußte, was Orſola Kräfte ſammeln oder viel⸗ mehr mir verleihen hieß. Das hieß mich den Schwindeln des Ranſches preisgeben, während welcher ich aufhörte, Herr über mich zu ſein, und wo es mir ſchien, als wäre