Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Verdacht erregen. Ich ſuchte Ihren Bruder auf und ſagte ihm Alles. Er ernannte mich zum Lehrer ſeiner Kinder und ermächtigte mich, in Betreff der Unter⸗ bringung der hunderttauſend Thaler mich an Sie zu wenden. Sie wiſſen, was zwiſchen uns in dieſer Hin⸗ ſicht vorging.

„„Seit den vier Jahren, daß ich von St. Helena zurückgekommen bin, warte ich nun auf eine Gelegenheit, dem Kaiſer nach ſeinen Wünſchen zu dienen. Eine Ver⸗ ſchwörung iſt organiſirt, welche morgen zum Ausbruche

kommen ſoll;— ich darf Ihnen nicht ſagen, wer die Häupter des Complottes ſind: ihr Geheimniß iſt nicht das meinige;— ich kann Ihnen nur die Verſicherung

geben, daß morgen die ausgezeichnetſten Namen des Kaiſerreichs den Sturz der Regierung der Bourbonen verſuchen werden!

„„Wird es uns glücken? wird es uns nicht glücken? Glückt es uns, ſo haben wir nichts zu befürchten, denn wir ſind die Herren; ſcheitern wir, ſo erwartet uns das Schaffot von Didier! Darum habe ich Sie gebeten⸗ die hunderttauſend Thaler aus den Händen Ihres No⸗ tars zurückzuziehen und ſich die Summe wo möglich in Papier, ſtatt in Gold, geben zu laſſen.

„„Haben Sie bange, compromittirt zu werden?.. Ich ſage Ihnen vor Allem, daß Sie es nicht ſein kön⸗ nen; hegen Sie aber in dieſer Hinſicht Befürch⸗ tungen, ſo ſchreibe ich Ihnen noch heute, ich ſehe mich durch wichtige Angelegenheiten genöthigt, mich von Ihnen zu trennen, und ſcheitert die Verſchwörung, ſo fliehe ich, wie ich kann.

„„Wollen Sie mir dagegen bis zum Ende beiſtehen? Dann geben Sie mir Jean, der ein treuer Diener iſt; er halte hier den ganzen Tag zwei Pferde geſattelt, von denen jedes fünfzigtauſend Thaler in einem Felleiſen tra⸗ gen ſoll. Ich habe den ganzen Weg entlang, von hier bis Breſt, Freunde, die uns verbergen werden; in Breſt

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