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„Und ſie reichte mir ein Getränke, das mich, ſo ſehr ich an die ſtärkſten Liqneurs gewöhnt war, im Magen braunte, als ob ich Vitriol verſchluckt hätte!.. Ich ging hinaus, ich durchſchritt den Garten, und erreichte ganz ſtolpernd die Thüre, durch die man nach dem Felde ge⸗ langte; doch kaum hatte ich zweihundert Schritte auf der Straße nach Morſang gemacht, als ich die Bäume ſich drehen ſah, als mir der Himmel feuerfarben erſchien, die Erde unter meinen Füßen ſchwand, und ich am Rande des Weges niederfiel.
„Am andern Tage befand ich mich in meinem Bette; mir war, als erwachte ich von einem entſetzlichen Alpe.
„Ich klingelte: Orſola eilte herbei.
„„Iſt es wahr, daß Gertrud geſtorben iſt, oder habe ich geträumt?““ fragte ich.
„„Es iſt wahr,““ antwortete ſie.
„„Aber,““ fügte ich zögernd bei,„an einem Gifte geſtorben?““
„„Das iſt möglich!““
„„Wie, es iſt möglich?““ rief ich.
„„Ja,““ erwiederte Orſola;„„nur hüten Sie ſich davon zu ſprechen, in Betracht, daß man, da ſie nur von meiner Hand oder der Ihrigen etwas genommen hat, ſagen könnte, wir haben ſie vergiftet.““
„„Und warum würde man das ſagen?““
„„Ei! die Welt iſt ſo böſe!““ erwiederte Orſola ruhig.
„„Man müßte aber einen Grund für dieſes Verbre⸗ chen angeben,““ verſetzte ich ganz erſchrocken.
„„Man würde einen finden.““
„„Welchen?““
„„Man würde ſagen, Sie haben ſich zuerſt der Gou⸗ vernante entledigt, um ſich ſodann leichter der Kinder zu entledigen, die Sie beerben ſollen,““
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