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men. Sie müßten hinabgehen und ſie bewegen, eiwas zu trinken, und wäre es nur ein Glas Zuckerwaſſer.““
„„Führe mich,““ ſagte ich zu Orſola.
„Ich erinnere mich, daß ich nun die Treppe hinab⸗ ging, daß Orſola mich in ein Vorzimmer führte, daß ſie mich in ein Glas Waſſer gepülverten Zucker miſchen ließ, daß ſie mich in das Zimmer der Kranken ſchob und zu mir ſprach:
„„Gehen Sie, bringen Sie ihr dies, und geben Sie ſe Mühe, ſie nicht ſehen zu laſſen, daß Sie betrunken ind.““
„Ich ſchämte mich in der That des Zuſtandes, in dem ich mich befand, ſtrengte mich an, wieder zur Ver⸗ nunft zu gelangen, ging mit ziemlich feſtem Schritte auf das Bett von Gertrud zu und ſagte zu ihr:
„„Hier, meine gute Gertrud, trinken Sie dieſes Glas Waſſer: das wird Ihnen wohl thun!““
„Gertrud raffte ſich zuſammen, ſtreckte den Arm aus und leerte das Glas.
„„Oh! Herr,““ ſagte ſie,„immer derſelbe Ge⸗ ſchmack!... Herr, Herr, einen Arzt!... Herr, ich bin ſicherlich vergiftet!““
„„Vergiftet?““ wiederholte ich, mit Schrecken um⸗ herſchauend.
„„Oh! Herr, um des Himmels willen! Herr, im Namen Ihres armen Bruders, einen Arzt! einen Arzt!““
„Ich ging ganz beſtürzt hinaus.
„„Du hörſt,““ ſagte ich zu Orſola,„ſie glaubt, ſie ſei vergiftet, und ſie verlangt einen Arzt.““
„„Nun, ſo eilen Sie nach Morſang und bringen Sie Herrn Ronſin mit.““
„Das war ein alter Arzt, der zuweilen mit uns zu Mittag ſpeiſte, wenn ihn ſeine Gänge in die Nähe des Schloſſes führten.
„„Noch ein letztes Glas Wein,““ ſagte Orſola: „„es iſt kalt, und Sie haben zwei Meilen zu machen.““
Die Mohicaner von Paris. MI. 9


