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ſie ihre Tränke zuſammen? welche Worte ſprach ſie dar⸗ über? an welchem Tage des Monats, in welcher Stunde der Nacht, unter Anrufung von welcher unzüchtigen Gottheit bereitete ſie dieſelben? das weiß ich nicht; was ich aber weiß, iſt, daß ich ſie mit Wonne erſchöpfte. Und was dabei beſonders gefährlich war, iſt, daß ſie meiner Sklaverei das Aeußere der Macht, meiner Schwäche den Anſchein der Stärke gab. Von ihr regiert, war ich in meinen Angen der ſtarke Mann meines eigenen Wil⸗ lens geblieben. Es war ihre höchſte Kunſt, mich wollen zu machen, was ſie wollte, ſo daß ſie befehlend das An⸗ ſehen hatte, als gehorchte ſie.
„Als ich bis zu dieſem Punkte gekommen war, ver⸗ ſuchte ſie, um mich nicht von Anfang an ein Joch fühlen zu laſſen, das ein Ueberreſt von Menſchenwürde mich wahrſcheinlich abzuſchütteln bewogen hätte, ſie verſuchte, ſage ich, ihre Gewalt bei Dingen ohne Belang; ſie hatte übertriebene Hartnäckigkeiten für die Befriedigung von unbedeutenden Launen. Sie verlangte mit Zweifel la⸗ chend, ſtellte ihr Geſuch ſelbſt als unannehmbar und monſtruos dar, gab ſich das Anſehen, als begriffe ſie nicht, wie ich gewiſſe Fantaſien unterſchreiben, mich in gewiſſe Willen fügen könne, während mir, vermöge der Zögernngen, mit denen ſie dieſe Willen, dieſe Fantaſien umgeben hatte, dieſelben, ſtatt mir exorbitant zu ſchei⸗ nen, äußerſt natürlich ſchienen; kurz, es war eine von ihren Taktiken,— und zwar nicht die ungeſchickteſte,— alle Wichtigkeit der Form zu geben, um den Fond zu verringern. Sie verſicherte ſich während dieſer zwei Jahre ihrer Herrſchaft über mich, und nach Ablauf dieſer Zeit fing ſie an ſich unumſchränkte Gebieterin meines Willens zu fühlen.
„Zuweilen indeſſen, da ich mich allmälig von der wollüſtigen Schlange umwunden ſah, fragte ich mich, was ihr Zweck ſei; und ihr Zweck ſchien mir dann zu ſein, früher oder ſpäter meine Frau zu werden; doch ich muß


