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baren Geſchicklichkeit gelenkten Einfluſſes fand ich mich bald hingeriſſen, ihr zu gehorchen, nachdem ich ſchon ſeit einiger Zeit die Gewohnheit, ihr zu befehlen, verloren. Hätte ich nur das Bewußtſein dieſer Schmach gehabt! wäre mir nur ein einziges Mal der Gedanke gekommen, die Maſchen des Netzes, in das ich eingehüllt war, zu zer⸗ nagen! Doch nein, die Maſchen dieſes Netzes ſchienen mir von Gold zu ſein, und die Gewißheit, in der ich war, frei darin zu leben, benahm mir ſogar das Verlangen, ihm zu entkommen.
„So lebte ich beinahe zwei Jahre in dieſem Bagno, das mir ein Palaſt ſchien, in dieſer Hölle, die mir ein Eden dünkte, und ich verlor nach und nach in den Be⸗ rauſchungen, in die mich dieſe Frau verſenkte, Alles, was der Himmel von redlichen Ideen, von tugendhaften Nei⸗ gungen in mich gelegt hatte. Hätte ich geſehen, wohin ſie mich führen wollte, ſo würde ich vielleicht widerſtanden haben; doch ich ſchritt, die Hand auf den Angen, fort, und hatte weder mehr das Bewußtſein von dem Wege, ki ich folgte, noch von dem Ziele, nach dem man mich ortzog.
„Ich hatte wohl von Zeit zu Zeit und, ſo zu ſagen, inſtinctmäßig einige Rückkehren, die mich etwas wie einen Nothſchrei ausſtoßen machten, einige Ueberreſte von Ehr⸗ barkeit, die mein Schamgefühl eine Einwendung machen ließen; Orſola hatte aber unwiderſtehliche Tröſtungen für dieſe vorübergehenden Gemüthsunruhen, geheimniß⸗ volle Einſchläferungen für dieſes Erwachen des Gewiſſens. Ich ſtand mit einem Worte unter dieſem mächtigen, un⸗ beſiegbaren, geheimen Zauber, den, wie das Alterthum ſagt, die Unglücklichen erduldeten, welche in die Gewalt der Zauberin Circe fielen.
„Dieſe Frau war in der That eine Zauberin in der Kunſt zu lieben; ſie wußte aus ihren Schmeicheleien Liebestränke zu machen, in denen man unabläßig neuge⸗ borene Kräfte wiederfand. Aus welchen Pflanzen ſetzte
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