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Entzückendes zwiſchen dem Mädchen von Arles und der römiſchen Bäuerin! Sie ſagte mir ein paar Worte in ihrem Patois, um mir lange Tage und die Erfüllung Alles deſſen, was mein Herz begehre, zu wünſchen. Ich blieb ſtumm, denn ich fand nichts zu antworten und ver⸗ mochte nur die Arme gegen ſie auszuſtrecken, um ſie zu küſſen; doch ſtatt mir ihre Wangen zu reichen, neigte ſie das Haupt und bot mir ihre Stirne, erröthend wie ein Mädchen, indeß ihre Hand in meiner Hand zitterte.
„Niemand im Hauſe liebte Orſola, mich ausgenom⸗ men, der ich vielleicht mehr lüſtern nach ihr war, als daß ich ſie liebte; trotz der geringen Sympathie, die ſie einflößte, war es indeſſen nur ein Schrei, um dieſer reichen Schönheit, der die Nationaltracht allen Reiz der Originalität verlieh, Lob zu ſpenden. Ich fühlte mich ſo ſehr beunruhigt, daß ich in mein Zimmer hinaufging, damit man meine Auftegung nicht wahrnehme.
„Ich war ſeit einigen Augenblicken hier, ohne ein anderes Licht, als den Reflex des Feners, das im Kamine brannte, als ich den Tritt von Orſola erkannte, die ſich meinem Zimmer näherte, und da ſich meine Thüre öff⸗ nete, ſah ich ſie erſcheinen in ihrer reizenden Tracht, beleuchtet von der Kerze, die ſie in der Hand hielt.
„Ich ſaß in einem Fauteuil, keuchend auf den Arm des Stuhles geſtützt, in der Stellung des Menſchen oder des Thieres, das loszuſtürzen bereit iſt.
„Sie ſah mich und machte eine Bewegung, als ob ſie mich nicht hier zu finden erwartete; doch nach dieſer erſten der Verwunderung entſchlüpften Bewegung ſchritt ſie nach meinem Bette und nahm wie gewöhnlich die Decke ab.. Da ſtand ich auf, und entſchloſſen, Alles zu wagen, ging ich mit offenen Armen, ſchwankend wie ein Trunkener, auf ſie zu und rief mit dem ganzen Wahn⸗ ſinne meiner tollen Leidenſchaft:
„Orſola! Orſola! wie ſchön biſt Du!.“
„Erwartete ſie dieſen Augenblick? war ſie wirklich


