Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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wo der Hund wehklagte, wo der Menſch noch die Augen trocknete, ſang eine Frauenſtimme!— Dieſe Stimme war die von Orſola.

„Entrüſtet und in der Abſicht, ihr Stillſchweigen zu gebieten, näherte ich mich dem Speiſezimmer, aus dem die Stimme zu kommen ſchien. Durch die halb geöffnete Thüre ſah ich Orſola: ſie richtete das Frühſtück in Abweſenheit Aller zu und ſang dabei im baskiſchen Patois folgendes Lied unſerer Heimath;— ein gottlo⸗ 6 eyniſches, in einem ſolchen Angenblicke empörendes

ied: Le bonheur est fait pour les dieux, Qni laissent le plaisir aux hommes; Bénissons ceux qui vont aux cieux, Mais consolons le coeur de ceux Qui restent au monde vd nous sommes ²)!

„Mein Vater, ich vermöchte Ihnen nicht auszu⸗ drücken, welchen tiefen Widerwillen mir gegen die Frau, die es ſang, dieſes luſtige, materialiſtiſche, in einem Todten⸗ hauſe ertönende Lied einflößte. Ich wünſchte auch, daß Orſola wiſſe, ich habe ſie gehört.

„„Orſola,““ ſagte ich zu ihr,„„Sie können den Tiſch abräumen; ich habe keinen Hunger.““

„Und ich ging in mein Zimmer hinauf und ſchloß mich ein. Orſola ſchwieg; doch der Hund ſtöhnte den ganzen Tag und die ganze folgende Nacht; ſein Ge⸗ heul hörte erſt in dem Angenblicke auf, wo der Wa⸗ gen, der die Kinder zurückbrachte, in den Hof des Schloſ⸗ ſes einfuhr.“

*) Das Glück iſt gemacht für die Götter, die den Men⸗ ſchen das Vergnügen überlaſſen; ſegnen wir diejenigen, welche in den Himmel gehen, tröſten wir aber das Herz derjenigen, welche auf der Welt bleiben, wo wir ſind.