Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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frühen Morgen, entfernte man die beiden Kinder; Ger⸗ trud und Jean führten ſie nach Fontainebleau, wo ſie zwei Tage zubringen ſollten, und wohin ihnen, ſobald er ſeinem Freunde die letzte Ehre erwieſen, Herr Sar⸗ ranti nachfolgen würde. Sie fragten, warum man ihnen nicht erlaube, ihren Vater zu küſſen, ehe ſie weggingen; man antwortete ihnen, ihr Vater ſei nicht aufgewacht; da entgegnete aber das ältere Kind, Victor,— ich weiß nicht, warum ich es wage, dieſen Namen auszuſprechen! — Victor, der eine Idee vom Tode zu haben anfing, entgegnete:

„Man hat uns ſchon einmal geſagt, Mama ſchlafe; man hat uns ſchon ſo weggeführt, und wir haben Mama nie wiedergeſehen! Papa iſt ihr nachgefolgt, und wir werden ihn auch nie mehr ſehen!““

„Doch das Mädchen, das erſt fünf Jahre alt war,

ſagte:

„„Warum verlaſſen uns Papa und Mama, da wir ſehr ordentlich ſind, Niemand etwas zu Leide thun und ſie ſo herzlich lieben?““

„Oh! in der That, arme Kinder! warum verließ Euch Euer Vater, und warum beſonders, indem er Euch verließ, übergab er Euch in ſolche Hände?..

Und der Kranke ſchaute ſeine abgezehrten Hände an, wie Lady Macbeth ihre blutige Hand anſchant, wenn ſie ſagt:„Oh! alles Waſſer des großen Oceans wäre nicht hinreichend, um dieſe kleine Hand zu waſchen!“

„Endlich gingen die Kinder ab,“ fuhr Herr Gérard fort;„doch Gertrud hatte alle Mühe, um ſie feſtzuhal⸗ ten; ſie ſtreckten ihre Arme aus der Caleche und riefen:

„„Wir wollen Papa küſſen!..““

„Man war genöthigt, die Fenſter zu ſchließen.

„Wir beſchäftigten uns ſodann mit der Erfüllung der ietzten Pflichten, die uns der Tod dieſes armen Bruders auferlegte. Er hatte uns nichts Beſonderes hin⸗