Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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ehrlicher Mann, den ich ſeitdem uſurpirt habe, und ich hätte eingewilligt, nicht nur das Vermögen, das mir mein Bruder hinterließ, ſondern auch mein perſönli— ches Vermögen, würde ich irgend eines gehabt haben, zu verlieren, um meinem Bruder das Leben zu retten oder es nur um einige Jahre zu verlängern... Leider war die Krankheit tödtlich, und am andern Tage nach dieſer Unterredung hatte Jacques kaum die Kraft, die Hand zu drücken... Ihrem Vater,“ ſagte der Kranke mit Anſtrengung,„Ihrem Vater,“ wiederholte er, um ſich zu befeſtigen,„der am Nachmittag ins Schloß kam. Ich werde Ihnen nicht das Portrait von Herrn Sarranti geben, mein Bruder, doch laſſen Sie mich Ihnen ein paar Worte vom erſten Eindrucke ſagen, den ſeine Gegenwart auf mich machte. Nie, ich kann es vor Gott und vor Ihnen ſchwören, nie flößte mir die Phy⸗ ſiognomie eines menſchlichen Geſchöpfes eine lebhaftere Sympathie, eine tiefere Ehrfurcht ein. Die Biederkeit, welche den Hauptcharakter ſeiner Phyſiognomie bildete, erweckte unwillkürlich das Vertrauen, und beim erſten Anblicke war man bereit, ihm ſeine Arme und ſein Herz zu öffnen! Er quartierte ſich noch an demſelben Abend im Hauſe auf die Bitten von Jacques ein, welcher erklärt hatte, er wolle ſeine Augen zwiſchen ſeinen zwei beſten Freunden, das heißt zwiſchen Herrn Sarranti und mir, ſchließen. Kaum angelangt, kam er in mein Zimmer und ſagte zu mir:

„„Herr Gérard, finden Sie es nicht ſchlimm, wenn ich gleich bei meinem Eintritte ins Haus damit anfange, daß ich Sie um einen wichtigen Dienſt bitte.““

„„Sprechen Sie, mein Herr,““ erwiederte ich;„die Achtung und die Freundſchaft, die mein Bruder für Sie hegt, geben mir das Recht, Ihnen zu ſagen, was er Ihnen ſelbſt ſagen würde: Mein Herz und meine Börſe gehören Ihnen!““

„„Ich danke, mein Herr,““ antwortete Ihr Vater,