Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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und man behauptete in der Gegend, ſie habe baares Geld geerbt, das in dem Augenblicke, wo der Herr ſtarb, im Hauſe ſein mochte. Es war eine Frau von dreißig Jahren, groß, ſtark, und an ihrem baskſſchen Accente erkaunte man leicht, daß ſie aus unſerer Heimath war; ſie hatte im Blicke, in der Tournure, in den Manieren etwas Männliches, was mir von Anfang an widerſtrebte. An meinem Accente erkanute ſie mich auch als einen Nachbar des bask'ſchen Landes, und ſich auf unſere Landsmannſchaft ſtützend, empfahl ſie ſich mir für den Fall, daß ich das Schloß, entweder in meinem Namen oder im Namen einer andern Perſon, kaufen würde, wo⸗ bei ſie ſich erbot, im Hauſe unter dem Titel, den ſie vorher gehabt, und ſogar, in Ermanglung von Beſſerem, als Kammerfrau oder als Köchin zu bleiben.

„Ich ſagte ihr, ich handle für meinen Bruder, und nicht für mich; ich ſei perſönlich ſo arm, als mein Bru⸗ der reich ſei; ich fügte nur bei, ich befürchte, mein Bru⸗ der Jacques werde ſein Vermögen nicht lange zu genießen haben. Da rühmte ſie mir die Luft der Gegend, die ge⸗ ſunde Lage, die Nähe von Paris, wohin man ſich in einer Stunde begeben könne, und beſonders die Mäßig⸗ keit des Preiſes von dieſem herrlichen Gute, das man um hundert und zwanzig tauſend Franken und ſogar viel⸗ leicht um hunderttauſend,— ſo große Eile haben die Erben, ihren Theil an der Erbſchaft in Empfang zu nehmen,— dem, welcher baare Bezahlung böte, geben würde.

„Mein Bruder war ganz in dieſer Lage; meiner Anſicht nach ſtand ihm das Gut vortrefflich an, und ich verſprach Orſola Pontas,— ſo hieß die Vertrante des vormaligen Eigenthümers,— meine ganze Macht über den Geiſt meines Bruders zu benützen, einmal, daß er das Schloß kaufe, und dann, daß er ſie bei ſich behalte. Ich rede lange von dieſer Fran wegen des entſetz⸗ lichen Einfluſſes, den ſie auf mein Leben gehabt hat

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