Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Wiſſenſchaft ſcheiterte an dieſer Vergiftung der Lunge, und das Reſultat der Conſultationen war, daß man mei⸗ nen Bruder aufforderte, auf dem Lande zu leben;— dies iſt das, was man denjenigen verordnet, welchen man nichts mehr zu verordnen weiß. Ich ſah, ſo zu ſagen, auf dem Geſichte von Jacques die Spur, die jeder Tag darauf zurückließ; am Abend war er bleicher und ſchwä⸗ cher als am Morgen, am Morgen als am Abend vor⸗ her Ich forſchte nach einem Landhauſe, und eines Tags, als ich von Fontaineblean zurückkam, ſah ich, bei der Cour⸗de⸗France, ungefähr fünf Meilen von Paris, einen Anſchlagzettel, auf welchem der Verkauf eines in Viry liegenden großen Landhauſes angezeigt war..

„In Viry⸗ſur⸗Orge?“ unterbrach der Prieſter mit derſelben Betonung, mit der er geſagt hatte:„In Vie⸗ Deſſos,“ und dabei ſchaute er den Sterbenden mit einem immer mehr fragenden Blicke an.

„Ja, in Viry⸗ſur-Orge,“ wiederholte Herr Gérard. „Kennen Sie dieſe Gegend?“

„Dadurch, daß ich davon ſprechen hörte, ja.. doch ich habe nie in dieſer Gegend gewohnt, und ich habe ſie auch nicht einmal geſehen,“ antwortete der Prieſter mit einer leicht bebenden Stimme.

Doch der Kranke war zu ſehr mit ſeinen eigenen Gedanken beſchäftigt, um auf die zu achten, welche ſeine Erzählung im Geiſte oder in den Erinnerungen ſeines Zuhörers erwecken konnte.

Er fuhr fort:

„Viry⸗ſur⸗Orge liegt ungefähr eine Viertelmeile von dem Orte, wo ich mich befand; ich wandte mich nach dieſem Dörſchen, das mir ein Bauer bezeichnete, und nach einer Viertelſtunde befand ich mich vor dem Hauſe oder dem Schloſſe, das ſpäter mir gehören ſollte.“

Nun wiſchte der Prieſter mit ſeinem Taſchentuche über ſeine Stirne: man hätte glauben ſollen, jede Pe⸗ riode der Erzählung des Kranken mache in ſeinen Augen