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zu begeben, und gefiele es dem Himmel, ich hätte es nie Perlaſſen!
Der Mönch heftete auf den Sterbenden einen neu⸗ gierigen Blick, der nicht von einer gewiſſen Beſorgniß frei zu ſein ſchien; doch dieſer fuhr fort, ohne die, übri⸗ gens faſt unmerkbare, Bewegung wahrzunehmen, die der Mönch nicht hatte unterdrücken können:
„Ich kam in Paris nach einer Reiſe von acht Ta⸗ gen an und fand meinen Bruder dergeſtalt verändert, daß ich ihn nicht wiedererkannte; er dagegen erkannte mich ſogleich und umarmte mich mit einem innigen Er⸗ guſſe, der mir zu dieſer Stunde noch die Thränen in die Angen treten macht. Es wäre für mich eine entſetz⸗ liche Marter, ewig auf meinen Wangen den Eindruck dieſer zwei ſo zärtlichen Küſſe zu fühlen.“
Der Sterbende ſtrich mit ſeinem Taſchentuche über ſeine mit Schweiß bedeckte Stirne und ſchien ſich auf einige Augenblicke in ſeine Erinnerungen zu verſenken.
Dominique betrachtete ihn während dieſer Zeit mit einer wachſenden Neugierde: es war ſichtbar, daß er Luſt hatte, ihn anzureden, ihn zu befragen, während ihm eine inncre Stimme ſagte, er ſollte nichts thun oder wenigſtens noch warten.
Herr Gérard bat den Mönch, ihm einen Flacon zu geben, der auf dem Nachttiſche ſtand, und nachdem er mehrere Male von den flüchtigen Salzen, die der Flacon enthielt, eingeathmet hatte, fuhr er fort:
„Der arme Jacques war ſo bleich, ſo mager, ſo entſtellt, wie ich es in dieſem Augenblicke bin; man hätte glauben ſollen, er habe, wie ich zu dieſer Stunde, nur noch einen Schritt zu machen, um an die Pforte ſeines Grabes zu klopfen... Er erzählte mir den Tod ſeiner Frau mit einem Schluchzen, das von ſeinem Schmerze zeugte; dann ließ er ſeine Kinder rufen, um mir in ihnen Alles zu zeigen, was ihm von ihr blieb⸗ Man brachte ſie: es waren zwei bewunderungswürdig


