mit einer zitternden Hand die Taſſe der Krankenwärterin urück.
Dieſe nahm das Gefäß, und als ſie ſah, daß drei Viertel der Flüſſigkeit darin geblieben waren, ſagte ſie, indem ſie den Trank Herrn Gérard mit einer Bewegung darbot, die der Gattung angehört und aus jeder von dieſen Lohndienerinnen eine Art von penker macht, der beauftragt iſt, ſeinem Kranken die Tortur des warmen Waſſers zu geben:
„Trinken Sie, lieber Herr.“
„Ich danke, Marianne, ich danke,“ erwiederte Herr Gérard, die Hand der Krankenwärterin zurückſchiebend; „ich bitte Sie nur, die Vorhänge zuzuziehen und uns allein zu laſſen... Die Helle thut mir weh!“
Marianne zog die Vorhänge zu, und ſogleich wurde es,— abgeſehen von dem ſchwachen Scheine, den die Nachtlampe verbreitete,— dunkel im Zimmer.
Während der kurzen Zeit, welche zwiſchen ſeinem Eintritte bis zu dem Momente verlaufen war, wo das Schließen der Vorhänge ihm den Anblick vom Geſichte des Kranken entzogen, hatte der Prieſter ſeine Angen auf dieſes Geſicht geheftet, das ihm, wie geſagt, ſo entfernt nicht die Phyſiognomie bot, welche er zu finden erwartete.
Bruder Dominigue war ganz beſonders mit jener Macht phyſiognomiſcher Forſchung begabt, welche die Prieſter und die Aerzte beſitzen.
Nach dem, was man ihm von Herrn Gérard er⸗ zählt, hatte ſich Bruder Dominique ein mit den hohen Eigenſchaften, die er rühmen hörte, im Einklange ſtehen⸗ des Geſicht vorgeſtellt.
Er erwartete einen Mann zu ſehen mit einer brei⸗ ten Stirne, dem Sitze der erhabenen Inſtincte; mit of⸗ fenen, hervorſtehenden Augen, einem Zeichen von Wohl⸗ wollen; mit gerader Raſe, einem Zeichen von Feſtigkeit;
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