Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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72.

der er die ſo ſeltene Tugend fand, welche man die Dank⸗ barkeit nennt, trat in das bezeichnete Haus ein,— deſſen 1 Thüre, wie die einer Kirche, am Tage offen blieb und ſo reſpectirt war, daß ſie auch bei Nacht hätte offen bleiben können,— und fand, raſch die zur Wohnung von Herrn Gotars führende Treppe hinaufſteigend„auf der letzten Stufe den Kammerdiener, der ihn in Bas⸗Meudon auf⸗ geſucht und voranlaufend ſeinem Herrn die nahe Ankunft des Troſters verkündigt hatte.

Dieſe Ankündigung, welche jeden Andern beruhigt hätte, ſchien im Gegentheile die Aufregung des frommen Mannes zu verdoppeln, und in der Erwartung von Do⸗ minique ſtieß er Seufzer aus, die den Diener dergeſtalt erſchreckten, daß er, ſtatt im Zimmer ſeines Herrn mit der Krankenwärterin zu bleiben, welche unempfindlich in einem großen, weichen Lehnſtuhle ſaß, den Dominicaner auf der Treppe erwartete.

Der Prieſter trat in das Zimmer ein.

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E Die Beichte.

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„Mein Herr,“ meldete der Kammerdiener,„der Mann, den Sie erwarten, iſt da.“ Der Sterbende machte eine ungeſtüme Bewegung, als ob er durch den ganzen Leib ſchauerte, und es ent⸗ ſchlüpfte ihm ein ſchmerzlicher Seufzer. Dann ſprach er mit einer dumpfen Stimme: e „Laſſen Sie ihn eintreten.“