Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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krank hielt, wurde ohnmächtig bei dieſer erſchrecklichen Kunde,— welche doch für einen frommen Mann immer minder furchtbar als für irgend einen Anderen hätte ſein ſollen,— und als er wieder zum Bewußtſein kam, ver⸗ langte er auf der Stelle einen Prieſter.

Man lief zum Pfarrer von Meudon; doch der Pfar⸗ rer von Meudon war, um das heilige Abendmahl zu reichen, in ein benachbartes Dorf gegangen, wie unſre Leſer wiſſen.

Da ſagte man dem Sterbenden, in Ermangelung des Pfarrers von Meudon könne er ſich an einen Prie⸗ ſter wenden, den man für fremd halte, und der in das Dorf, herbeigerufen durch den Tod von einem ſeiner Freunde, welcher ſich durch Kohlendampf getödtet, ge⸗ kommen ſei. Herr Gérard ſchickte ſogleich ſeinen Kam⸗ merdiener zu Dominique mit dem Befehle, ſo lange in den Prieſter zu dringen, bis er zu kommen einwillige.

Man hat geſehen, wie der Dominicauer das Bett des Todten verließ, um ſich an das des Sterbenden zu begeben.

Der Prieſter, ein edles Herz, wie ſich kaum ein zweites finden ließ, fähig, alle Hingebungen zu begrei⸗ fen, war übrigens tief gerührt von der Erzählung aller der guten Handlungen, die man ihm mitgetheilt; er beſchleunigte ſeine Schritte und kam, den Mund voll von tröſtlichen Worten, die Hände voll von Segnungen, an.

Man hatte ihm die Wahrheit geſagt, als man ihm ſagte, er werde nicht nöthig haben das Haus zu ſuchen: ſobald die Bewohner von Vanvres ihn erblickten, ſtreck⸗ ten ſich alle Hände in der Richtung des Hauſes von Herrn Gérard aus.

„Ob! Herr,“ murmelten die alten Weiber,„Sie werden eine fromme Beichte hören, und Sie können dem guten Herrn Gérard wohl zum Voraus die Abſolu⸗ tion geben.“

Bruder Dominique grüßte dieſe ganze Menge, bei