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gen, daß er ſich ein nach dem Bilde eines Unbekannten geſchaffenes Kind aufbürde. Auf dieſe Antwort erhob ſich ein einſtimmiger Schrei aus der Menge:„Zum guten Herrn Gérard! zum redlichen Herrn Gérard! zum tugendhaften Herrn Gérard!“ Und die Menge ſtürzte nach dem Hauſe des Philanthropen mit dem Rufe:„Ein Kind! ein Kind!“ Herr Geérard ging in ſeinem Garten auf und ab, als der Ruf an ſein Ohr traf; bei An⸗ näherung des Geräuſches errieth er, dieſe Menge, deren Geſchrei er hörte, komme zu ihm; ohne Zweifel brachten aber die Worte:„Ein Kind! ein Kind!“ anf ſeine Ner⸗ ven eine ſchmerzliche Empfindung hervor, denn die Menge fand ihn auf einer Bank in ſeinem Garten ſitzend, ganz bleich und zitternd. Als er jedoch erfuhr, es ſei von einem Kinde von ſechs Monaten die Rede, da gewann ſeine gewöhnliche Güte, welche einen Angenblick einem unbeſchreiblichen Gefühle des Schreckens Platz gemacht hatte, alsbald die Oberhand; er ließ eine Amme holen, kam mit ihr wegen des Preiſes für die Nahrnng der Waiſe überein, und erklärte, man habe ſich nicht meht mit der Sorge für das arme kleine Weſen zu beſchäf⸗ tigen, da dieſe Sorge für die Zukunft ſeine Sache ſei; nur wünſche er, daß das Kind fern von ihm aufgezogen werde, weil der Verluſt von zwei geliebten Mündeln, den er erlitten, eine Wunde in ſeinem Herzen zurückgelaſſen habe, die der Anblick eines Kindes nnabläſſig bluten machen würde. Und die Amme nahm die Waiſe mit, für deren Exiſtenz Herr Gérard auf das Großmüthigſte Sorge trug.
Kurz, mit der einfachen Erzählung der mit einau⸗ der verknüpften Tage von Herrn Gérard hätte man eine Fortſetzung zu dem Buche: die Moral in Thätigkeit, machen können.
Die ganze Gegend hätte ihm eine Statue errichten müſſen, denn die ganze Gegend verdankte ihm etwasz die Gemeinde verdankte ihm einen Brunnen auf dem öffent⸗


