Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Tage des Verkaufs, als er den Gerichtsdiener ſah, der ſeine erſten Geräthſchaften verſteigern ließ, fiel er ſeinen Kindern um den Hals, bat ſie um Verzeihung wegen ſeiner Feigheit, und bot ſein Leben demjenigen, welcher ihm die Mittel geben wollte, daß er ſein Gewerbe wieder aufnehmen und ſeinen Verbindlichkeiten Genüge leiſten könnte. In dieſem Augenblicke kam Herr Gérard vor⸗ über. Er geſellte ſich der Gruppe bei, welche halb aus Käufern, halb aus Zuſchauern, herbeigezogen durch die verzweiflungsvolle Scene, beſtand; er rief den Gerichts⸗ diener und fragte ihn, um welche Summe das armſelige Mobiliar verkauft werden ſollte; und als der Gerichts⸗ diener antwortete, für achtzehnhundert Franken, da zog Herr Gérard ſogleich aus ſeiner Taſche drei Tauſend⸗ frankenbillets, von denen, wie er erklärte, achtzehnhun⸗ dert Franken zu Bezahlung der Schuld des Schenkwirthes und zwölfhundert dazu beſtimmt waren, daß er ſein Ge⸗ werbe wieder anfnehmen könnte. Da warf ſich der unglück⸗ liche Vater ſeinem Wohlthäter zu Füßen und bedeckte ſeine Hände mit Thränen der Dankbarkeit unter dem Zu⸗ jauchzen aller Anweſenden.

An einem andern Tage fand eine Bäuerin, die im Walde von Meudon Holz machte, ein Knäblein von ſechs Monaten, das, im dürren Laube liegend, ſchrie und weinte; die Frau nahm das Kind in ihre Arme, trug es nach Vanvres und zeigte es den entrüſteten Einwoh⸗ nern;— denn die Regung des Gemüthes der Menge iſt immer erhaben beim Anblicke eines verlaſſenen Kindes;— es war ein allgemeiner Fluch, der wie ein Feuerregen auf das Haupt der Mutter niederfallen ſollte!— Man trug das arme Kind auf die Mairie. Die Mairie müßte das natürliche Domicil, das Vaterhaus jeder Waiſe ſeinz doch der Maire antwortete, es liegen der Gemeinde ſchon zu viel Kinder zur Laſt, und was ihn perſönlich betreffe, ſo werde er, während er ſich die Freude verſage, Kinder nach ſeinem Bilde zu erzeugen, ſich nicht damit beluſti⸗