Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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des Wohlergehens gelangt, der es bald dazu führen mußte, daß es eines der blühendſten Dörfchen in der Umgegend von Parts wurde; von arm und dürftig, wie ſie gewe⸗ ſen, wurden die Einwohner allmälig wohlhabend; Einige galten ſogar für reich, und dieſen,— wohl verſtanden relativen,— Reichthum, der bei den am beſten Bethei⸗ ligten noch nicht die goldene Mittelmäßigkeit des lateiniſchen Dichters erreichte, hatte man ganz Herrn Gérard zu verdanken.

Die Folge hievon war, daß es keine Hütte in Vanvres gab, wo der Name dieſes würdigen Mannes nicht verehrt und geſegnet wurde; nie hätte man von ihm geſprochen, ohne irgend ein charakteriſtiſches Epi⸗ theton beizufügen: es war der gute, der vortreffiche, der redliche, der tngendhafte, der wohlthätige Herr Gérard!

War die Ernte ſchlecht, hatte der Mangel an Sonne das Getreide zu reifen verhindert, hatte das Uebermaß der Hitze das Korn in der Aehre verdörrt, hatte der Hagel den Roggen und den Hafer niedergeworfen, hatten die Regen im Frühling die Saat fanlen gemacht, ſchaute ein troſtloſer Bauer, auf den Stiel ſeiner unnützen Senſe oder ſeines müßigen Spatens geſtützt, mit Verzweiflung ſein Feld, das einzige Vermögen ſeines Weibes und ſeiner Kinder an, das durch eine der Geißeln, gegen welche alle Kräfte des Menſchen machtlos ſind, verwüſtet worden,— und Herr Görard kam dann auf ſeinem Pferde oder in ſeinem Cabriolet vorüber, ſo ſtieg Herr Gérard ſogleich ab, ging auf den Bauern zu, plauderte vertraulich mit ihm, tröſtete, ermuthigte ihn, und fügte ſeinen Tröſtungen, ſeinen Ermuthigungen ein mehr oder minder bedentendes Gelddarlehen bei, das immer, nicht nach den Bürgſchaften, die der Bauer bieten konnte, ſondern nach den Verluſten, die er erlitten, nach den Bedürfniſſen, die er hatte, abgemeſſen war, und zwar ohne Intereſſe von irgend einer Art. Einigen, deren

Die Mohicaner von Paris. MI. 5