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Es beſtand zu jener Zeit ein ſinnreiches Inſtitut, das man das ſchwarze Cabinet naunte. Dieſes ſchwarze Cabinet war ein Ort, wo ein Dutzend Ange⸗ ſtellte ſich insgeheim damit beſchäftigten, die auf die Poſt gegebenen Briefe zu entſiegeln, und dieſe Briefe vor den Perſonen zu leſen, an die ſie adreſſirt waren.
Heute gibt es kein ſchwarzes Cabinet mehr: die Sache wird am hellen Tage getrieben.
Herr Jackal,— in Betracht der Gerüchte, welche über eine dreifache, republikaniſche, orleaniſtiſche und napoleoniſtiſche, Verſchwörung im Umlaufe waren,— ver⸗ achtete es ſeit einigen Monaten nicht, in ſeinen verlo⸗ renen Augenblicken das Geſchäft eines einfachen Ange⸗ ſtellten zu beſorgen. Herr Jackal hatte dem zu Folge die Nacht mit dem Entſiegeln und Leſen von Briefen zugebracht.
Der Brief von Colombau an Dominique war ihm in die Hände gefallen. Es geſchah dies ungefähr Mor⸗ gens um halb fünf Uhr.
Herr Jackal hatte ſogleich einen Mann zu Pferde ſteigen laſſen und ihm befohlen, mit verhängten Zügeln nach dem Bas⸗Meudon zu reiten. Herr Jackal,— wel⸗ cher behauptete, die Vorſehung ſei eine gut gemachte Polizei,— Herr Jackal hoffte, ſein Mann werde zeitig genug ankommen: ſein Mann kam einen Augenblick, nachdem man in den Pavillon von Colomban eingedrun⸗ gen, und folglich zu ſpät an.
Unter dem Tumulte ſchenkte man dieſem Agenten keine Aufmerkſamkeit. Er ſah einen an Fräulein Regina von Lamothe⸗Hondan, an Frau Lydie von Marande und an Mademoiſelle Fragola Ponroy adreſſirten Brief: er nahm dieſen Brief und brachte ihn Herrn Jackal; dieſer las ihn, wie er den an Dominique adreſſirten Brief geleſen hatte, befahl dann ſeinem Manne, ein friſches Pferd zu beſteigen und den Brief wieder an den Platz zu legen, wo er ihn genommen hatte.
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