Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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„Ich beſchäftige mich mit Ihrem Schulmeiſter,“ ſagte Herr Jackal zu Salvator und zu Jean Robert.

Salvator antwortete durch einen ſtummen Dank mit dem Kopfe und trat in den Gang ein.

Kaum hatte er hier drei Schritte gemacht, als ein auf dem Ruheplatze des erſten Stockes liegender Hund die Stufen herabſprang und ſeine Pfoten auf die Schul⸗ tern von Salvator legte.

„Ja, mein Hund, ja, Roland! ja, ſie iſt da, ich weiß es. Auf zeige uns den Weg, Roland

Der Hund ſtieg zuerſt hinauf und blieb vor der Thüre des Zimmers von Carmelite ſtehen.

Hert Jackal als ein Mann, der das Recht hat, überall einzudringen, öffnete dieſe Thüre und trat ein, gefolgt von Salvator und von Jean Robert.

Da bot ſich ein Gemälde von tiefer Poeſie den Blicken des Polizeibeamten und der zwei jungen Leute.

Man ſtelle ſich um das Bett, auf dem Carmelite, noch erſtarrt, aber außer Gefahr, ausgeſtreckt lag, drei Mädchen knieend und betend vor;— drei Mädchen gleich an Alter, gleich an Schönheit, und alle Drei gekleidet, wie Carmelite ſelbſt gekleidet war, das heißt mit einer eigenthümlichen Tracht, welche natürlich hier ihre Be⸗ ſchreibung findet.

Dieſe Tracht war die der Koſtſchülerinnen von Saint⸗Denis. Sie beſtand aus einem Kleide von feiner ſchwarzer Sarſche, mit großem, ausgeſtofftem Rocke und geſchloſſenem Leibe, auf den ein weißer, gefältelter Kra⸗ gen niedergeſchlagen war; die Aermel der Kleider weit

und herabhängend, wie die Aermel der Nonnen; ein

großes wollenes Band, das ſich um beide Schultern wand, umgürtete die Taille, auf dem Rücken einen Win⸗ kel bildend, deſſen Baſe am Gürtel, deſſen Spitze an den Schultern war; dieſer handbreite Gürtel war mit Wolle

von ſechs Farben geſtickt: grün, veilchenblan, aurorfarbig,

blan, weiß und nacaratfarbig. Es war ein halb welt⸗

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