„
50
„Oh! Herr Ludovic, mir ſcheint, es iſt weni⸗ ger trübe.“
„Herr Pilloy iſt nicht zu Hauſe,“ meldete zurück⸗ kehrend der Bote, den manzum Wundarzte geſchickt hatte.
„Wo iſt er?“ fragte Ludovic.
„Bei Herrn Gérard, bei dem es ſehr ſchlecht geht.“
„Wo wohnt Herr Gerard?“
„In Vanvres... Soll ich dahin gehen?“
„Unnütz! es iſt zu weit.“
„Oh! es ſteht auch ſehr ſchlimm bei dem armen Herrn Gerard,“ ſagte eine Stimme.
„Herr Ludovic, Herr Ludovic, ſie athmet!“ rief Chante⸗Lilas.
„Biſt Du deſſen ſicher, mein Kind?“
„Ich rieb ihr die Bruſt mit einer heißen Serviette: ich fühlte ihre Bruſt ſich heben Herr Ludovic, ſie greift mit ihrer Hand nach ihrem Kopfe!“
„Wohl, ſo werden wir von zweien wenigſtens eines retten! Traget ſie raſch von hier weg, damit ſie, wenn ſie die Augen öffnet, nicht ihren todten Geliebten ſieht.“
„In ihr Zimmer, in ihr Zimmer!“ rief Nanette.
„Ja, in ihr Zimmer.. Ihr werdet alle Fenſter öffnen und dort ein großes Feuer machen.. Geht,
eht!“ Die Frauen trugen Carmelite weg. Es fing an Tag zu werden. „Du weißt, was zu thun iſt, Chante⸗Lilas?“ rief
Ludovic der Gruppe der Frauen zu, welche Carmelite
wegtrug.
„Nein; ſagen Sie!“
„Was Du bis jetzt gethan haſt, nichts Anderes.“
„Wenn ſie aber fragt, was mit ihrem Geliebten geſchehen ſei?“
„Sie wird wahrſcheinlich vor einer Stunde nicht ſprechen, und erſt in zwei bis drei Stunden wieder zu Sinnen kommen.“
ei au


