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Die Kehle war geſchloſſen; die Luft ging nicht durch den Schlund.
„Zu ſpät! zu ſpät!“ murmelte Ludovic.„Ver⸗ ſuchen wir es mit der Droſſelader.“
Er nahm wieder ſeine Lancette und öffnete mit einer wunderbaren Sicherheit die Ader am Haſſe.
Doch es kam ebenſo wenig Blut als am Fuße.
„Da iſt engliſches Salze und Alkali,“ ſagte der Bote, indem er Ludovic zwei Fläſchchen darreichte.
„Hier, Chante⸗Lilas,“ ſprach Ludovic,„nimm das Fläſchchen mit dem Salze und halte es dem Mädchen unter die Naſe. Ich nehme das Alkali.“
„Gut!“ erwiederte Chante⸗Lilas, die Hand aus⸗ ſtreckend.
„Und die Luft?“ fragte Ludovic.
„Wie, die Luft?“
„Glaubſt Du, ſie ſei in die Lunge eingedrungen?“
„Mir ſcheint, ja.“
„Dann guten Mnth, mein Kind! guten Muth! Reibe die Schläfe mit Eſſig und laß ſie das Salz ein⸗ athmen.“
Der junge Doctor tauchte mittlerweile ein Tuch in alkaliſirtes Waſſer und umhüllte damit den Kopf von Colombau.
Colombau blieb jedoch undeweglich; kein Hauch kam aus ſeiner Bruſt, keiner konnte darein eindringen.
„Oh!“ ſagte Chante⸗Lilas,„mir ſcheint, die Lippen erbleichen!“
„Muth! Muth! Chante⸗Lilas! das iſt ein gutes Zeichen!. Oh! mein liebes Kind; ſieh, welch ein Glück in Deinem Leben, wenn Du Dir ſagen könnteſt, Du habeſt eine Frau gerettet.“
„Mir ſcheint, ſie hat geſtöhnt,“ rief Chante⸗Lilas. „Hebe das Augenlid auf und ſchau das Auge an: iſt es immer noch ſo trübe 2“
Die Mohicaner von Paris. I. 4


