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„Schneidet eine Feder, wie ich es thue, ſeht drückt die Zähne auseinander, wenn Ihr könnt, und blaſt ihr Luft in die Lunge ein.“
Man gehorchte Ludovic, wie man in einer Schlacht einem Heerführer gehorcht
Carmelite hatte die Zähne feſt an einander gepreßt; doch mit Hülfe eines elfenbeinernen Meſſers gelang es Chante⸗Lilas, ihr die Kiefer auseinander zu drücken und die Feder zwiſchen die Zähne zu ſchieben.
„Nun?“ fragte Ludovic.
„Die Feder iſt eingeſchoben.“
„So blaſe.. Ich kann es nicht zu Stande brin⸗ gen: er hat eiſerne Zähne!.. Habt Ihr ihm ſeine Stiefel und ſeine Strümpfe ausgezogen?“
„J.
„Reibt ihm die Schläfe mit Eſſig; ſprengt ihm friſches Waſſer ins Geſicht; drückt ihm die Zähne aus⸗ einander, und müßtet Ihr ſie zerbrechen. Ich will es verſuchen, ihm am Fuße zur Ader zu laſſen.“
Ludovic öffnete ſein Etui, nahm eine Lancette her⸗ aus, ſtach zweimal die Ader am Fuße, doch vergebens. Das Blut kam nicht.
„Nehmt ihm ſeine Halsbinde ab; reißt ihm die Weſte, das Hemd, reißt ihm Alles vom Leibe.“
„Hier ſind glühendheiße Servietten,“ ſagte eine Stimme.
„Gebet Chante⸗Lilas davon und reibet die Bruſt mit den Servietten;— Du hörſt, Chante⸗Lilas? mache es ebenſo!— Ahl hier iſt ein Meſſer.“
Es gelang Ludovic ein Meſſer zwiſchen die zwei Kiefer von Colombau zu drücken; auf die Hoffnung, eine Federſpule in einen ſo engen Ranm zu ſchieben, verzich⸗ tend, hielt er ſodann ſeine Lippen an die Lippen des jungen Mannes und verſuchte es, ihm Luft in die Lunge einzublaſen.
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