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der Garde, ein ſehr geſchickter Maun,“ antwortete eine Stimme.
„So lauft zu Herrn Pilloy,“ ſagte Ludovic;„läutet, bis er aufſteht; zieht an ihm, bis er kommt.“
Dann ging er auf das Bett zu und ſprach den Kopf ſchüttelnd:
„Ahl ich glaube, wir kommen zu ſpät!“
Die Lippen des jungen Mannes waren in der That ſchwärzlich.
Ludovic hob die Augenlider auf.
Das Auge von Colombau war angeſchwollen, glaſig; das Auge von Carmelite trübe, von Blut unterlaufen.
Kein Athem lebte mehr, weder in dem Einen, noch in dem Andern.
„Zu ſpät! zu ſpät!“ wiederholte Ludovic in Ver⸗ zweiflung.„Gleichviel, thun wir immerhin, was zu thun iſt. Ihr Frauen, übernehmet das Mädchen,“ fuhr er fort;„ich übernehme den Mann.“
„Was müſſen wir thun?“ fragte Chante⸗Lilas.
„So gut als nur immer möglich ausführen, was ich Dir ſagen werde: vor Allem das Mädchen ans Fen⸗ ſter tragen.
„Kommt!“ ſprach Chante⸗Lilas zu ihren Freun⸗ innen.
„Und wir?“ fragten die Männer.
„Suchet das Feuer wieder anzuzünden ein großes Holzfeuer; erwärmet Servietten; zieht ihm die Stiefel aus. Ich werde es verſuchen, ihm am Fuße zur Ader zu laſſen. Ah! zu ſpät! zu ſpät!“
Ludovic gab dieſen Ausruf der Verzweiflung von ſich, während er Colombau vom Bette zum Fenſter trug.
„Hier iſt Eſſig, hier iſt Salzwaſſer,“ ſagte Nanette.
„Gieße den Eſſig in einen Teller, daß man Taſchen⸗ tücher darein tauchen und damit die Schläfe der Er⸗ ſtickten reiben kann;— Du hörſt, Chante⸗Lilas?“
„Ja, ja,“ erwiederte das Mädchen.


