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man nehme bei ihm engliſches Salz und Ammoniak. Nanette, zünden Sie irgendwo Feuer an, und laſſen Sie Servietten heiß machen.“
Dann, wie der Bergmann in den Schlund hinabſteigt, wie der Matroſe in das Meer taucht, ſtürzte Ludovie ins Zimmer.
Die luſtige Maske hatte dem Manne der Wiſſen⸗ ſchaft Platz gemacht; der Arzt wollte nun alle Hülfs⸗ mittel ſeiner Kurſt anwenden.
Ludovic erreichte umhertappend das Fenſter; die Kerze war erloſchen, das Feuer des Kamins ebenſo; der Rechand hatte weder Flamme, noch Rauch mehr.
Die Vorhänge fielen am Fenſter herab und ver⸗ hinderten ihn, den Drehriegel zu finden.
Ludovic umwickelte ſich ſeine Hand mit ſeinem Ta⸗ ſchentuche und zerſchmetterte mit zwei Fauſtſchlägen zwei Scheiben.
Ein Luftzug fing an ſich zu bilden; es war Zeit: er ſelbſt ſchwankte und mußte ſich am Klavier feſthalten.
Dann ergriff er die Vorhänge mit vollen Händen, riß ſie von ihren Stangen herab, und ſo gelang es ihm, das Fenſter zu öffnen.
Die durch den Sauerſtoff und den Kohlenſtoff ge⸗ bildete Kohlenſäure machte nach und nach der athem⸗ baren Luft Platz, welche nun durch drei Oeffnungen eindrang.
„Tretet ein!“ rief Ludovic;„tretet ein! es iſt keine Gefahr mehr; tretet ein und erleuchtet das Zimmer.“
Man ſteckte die zweite Kerze an, und jeder Gegen⸗ ſtand wurde ſichtbar.
Die zwei jungen Leute lagen, eines in den Armen des andern, auf dem Bette, als ob ſie ſo eben einge⸗ ſchlafen wären.
„Iſt ein Arzt hier,“ fragte Ludovic,„ein Barbier, gleichviel! ein Menſch, der mir helfen kann?“
„Es iſt Herr Pilloy hier, ein alter Wundarzt von


