Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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ſelle Carmelite Gervais. Mein Gott! welch ein Un⸗ glück! So jung, ſo ſchön, ſo artig!“

Ludovic eilte auf der Stelle gegen das Haus fort und machte, da er den Gang offen fand, nur einen Sprung von der Straße nach dem Pavillon im Garten.

Das von Colomban geöffnete und von ihm ſchlecht wiedergeſchloſſene Fenſter des Cabinets war abermals von Nanette geöffnet worden, welche es, nachdem ſie vergebens gerufen, wagte, durch das genſter zu ſteigen, um an die Thüre des Zimmers zu klopfen.

Als ſie ſah, daß man ihr nicht antwortete, öffnete ſie die Thüre; ſogleich machte ſie aber drei Schritte rückwärts und fiel beinahe zu Boden.

Eine furchtbare Strömung von Kohlenſäure um⸗ hüllte ſie wie mit einer tödtlichen Wolke.

Von da an begriff ſie Alles, und da ſie dachte, ſie werde den Wagen leicht einholen, ſo eilte ſie hinweg, um ihn zu verfolgen.

Ihr Geſchrei wurde gehört, der Wagen hielt an. Ludovic ſtürzte in den Pavillon durch das Fenſter des Cabinets und verſuchte es, ins Zimmer einzutreten, wurde aber ſelbſt durch den verpeſteten Danpf zurück⸗ geworfen.

Er wandte ſich gegen die Luft um und athmete ſie mit voller Lunge ein.

In dieſem Avgenblicke liefen alle Leute herbei. „Zerbrecht die Fenſter! ſprengt die Thüren!“ rief Ludovic;„Luftſtröme! Sie haben ſich mit Kohlen⸗ dampf erſtickt!“

Man verſuchte es, die Läden zu öffnen: ſie waren von innen geſchloſſen.

Mit ein paar Fußtritten ſprengte man die Thüre.

Doch diejenigen, welche auf der Schwelle erſchienen, waren genöthigt, zurückzuweichen.

„Man halte Eſſig und Salzwaſſer bereit; man wecke den Apotheker auf, wenn einer im Dorfe iſt, und