Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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wird das anerkennen, indem man Jedem eine Wange vorbehält.“

„Gerade oder ungerade?“ ſagte Petrus, während er eine Hand voll Münze aus ſeiner Taſche zog.

„Was machen Sie, Seigneur Raphael?“ fragte Chante Lilas.

„Ich ſpiele mit Ludovic um ſeine Wange gegen die meine,“ erwiederte Petrus.

„Gerade für das Paar!“ antwortete Ludovic in derſelben Sprache, in der ſein Freund mit ihm ſprach.

„Ah! wir brennen alſo immer noch Petarden ab,“ ſagte die Prinzeſſin, zu ihrer gewöhnlichen Redensart zurückkehrend.„Piff! paff! Es fehlt uns nur Camille: er würde das Bonguet abbrennen.“

In dieſem Augenblicke trat der Kellner mit den zwölf Flaſchen Champagner ein.

„Hier iſt das Bouquet!“ rief er, indem er den Pfropf von zwei Flaſchen, deren Draht er auf der Treppe abgeſchnitten, ſpringen ließ.

„Gewonnen!“ rief Ludovic, der Chante⸗Lilas auf beide Wangen küßte.„Ich entführe Dich, Sabinerin!“

Und er nahm die Prinzeſſin von Vanvres in ſeine Arme, wie er es mit einem Kinde gethan hätte, und trug ſie an einen Tiſch, wo er ſie, nachdem er ſich ſelbſt geſetzt hatte, auf ſeinen Schooß ſetzte.

Nach einer Stunde waren die zwölf Flaſchen ge⸗ trunken, und ebenſo zwölf weitere, welche die Geſellſchaft, um nicht im Rückſtande zu ſein, hatte kommen laſſen.

„Nun müſſen wir aber nach Vanvres zurückkehren,“ ſagte die Prinzeſſin.„Hier iſt Nanette: ſie verſprach ihrer Gebieterin, um elf Uhr nach Hauſe zu kommen, und ſie hat ihr einen Brief zu geben. Es iſt nun drei Uhr Morgens: zum Glücke iſt der Brief preſſant.“

„Vier Uhr, Prinzeſſin!“ verſetzte Petrus.

„Und die Patronin ſteht um fünf Uhr auf!“ rief Chante⸗Lilas.„Vorwärts, die ganze Geſellſchaft!“

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