Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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hienieden... Ich ſchwöre Dir, Dich zu lieben unter den Flammen des Oſens! Sollte ich in einen tiefen Ab⸗ grund verſenkt werden, wohin Dein Blick, Deine Stimme, Dein Athem nicht gelangen können, mein Geiſt wird den Schlund erleuchten, ich werde Dich fühlen, ich werde Dich ſehen, ich werde Dich hören, denn ich ſchwöre Dir, Dich zu lieben in den Tiefen des Abgrunds!... Ich betrachte mich von dieſer Stunde an als enge mit Dir verbunden, als unauflöslich an Dich gefeſſelt; keine menſchliche Macht vermöchte uns in dieſem Augenblicke zu ſcheiden, keine göttliche Macht vermöchte uns alsbald zu trennen; denn,— Du haſt es mir oft geſagt, mein ge⸗ liebter Colombau!— dieſer rächende Gott, vor dem die Menſchen erſchrecken, iſt nichts Anderes, als die große Seele der Welt, mit der ſich unſere Seelen vermengen und vereinigen, wie, wenn der Abend gekommen iſt, die Strahlen der Sonne wieder zu ihrem Herde aufſteigen. Küſſe mich alſo, mein Colombau, und unſere Seelen mögen ſich vereinigen wie unſere Lippen, um raſcher zum leuchtenden Aufenthalte emporzuſteigen!... Schon ſehe ich alle Gegenſtände, die mich umgeben, nur durch einen Nebel; die Angen meines Leibes verdunkeln ſich allmälig; doch mir ſcheint, mit den Augen der Seele ſehe ich die Sterne funkeln, deren Kreis ſich⸗öffuet, um uns durch⸗ zulaſſen... Gott befohlen, mein Vielgeliebter! Gott befohlen Alles, was ich auf dieſer Welt liebe, Alles, was ich in der andern lieben werde; Gott befohlen! ſchließe mich in Deine Arme, vamit wir mit einander eutfliegen.. Ich höre in mir Tanſende von ſüßen Stimmen ſingen, die mir Deinen holden Namen wiederholen... Colom⸗ bau! Colombau! nie iſt eine Seele jungfräulicher als die Deine zum Himmel aufgeſtiegen! Gott befohlen, meine Liebe, mein Leben!.. Gott befohlen, mein Co⸗ lombau!“

Einen Angenblick ſchwiegen die zwei Seelen wie eingeſchlummert.

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