Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Colombau preßte das Mädchen an ſein Herz und rief: „Dank! Dank!“ Dann trugen ſie den Roſenſtock fort, der der Ge⸗ fährte ihres Todeskampfes ſein ſollte.

Auf der Schwelle blieb aber Carmelite ſtehen und ſagte zu dem jungen Manne:

„Hier habe ich zum erſten Male die Ofſenbarung Ihrer Liebe erhalten... Oh! wie widerſtand ich wäh⸗

rend einer halben Stunde, die Sie dageblieben ſind, in eit jener glückſeligen Nacht, meiner Begierde, mich in Ihre . ne

Arme zu werfen!

Sodann, nach dem Fenſter im Gange dentend: in „Von vieſem Fenſter aus ſah ich Ihre Lampe wa⸗ S chen, und ich blieb da, bis Ihre Lampe erloſchen war.“ bu Sie gingen die Treppe hinab, Carmelite lächelnd, der junge Mann ſeufzend. we „Wie oft,“ ſprach Carmelite,„bin ich in der Fin⸗ wi ſterniß, nicht das Geränſch meiner Tritte, wohl aber das un Pochen meines Herzens hörend, hinabgegangen! Sehen un Sie, dort jener Allee folgte ich, und oft im Sommer, wenn Sie bei geſchloſſenen Vorhängen, aber offenem lu Fenſter ſchliefen, legte ich, leicht wie ein Schatten, mein 6

Ohr an die Läden, um Ihren Athem zu belauſchen. Faſt immer war Ihr Schlaf bewegt von einem böſen Traume, und ich war dann, die Arme ausgeſtreckt, die fä Bruſt kenchend, nahe daran, zu Ihnen zu ſagen:„„Oeffne

mir, Colombau, ich bin der Engel der roſigen Träume.““ da

Erzählen Sie mir, was Ihren Traum ſtörte, mein ſchö⸗

ner Freund.“ Zr

Und ſie bot ihre Stirne dem reinen, klaren Kuſſe Be

des jungen Mannes. im au

Dann traten Beide, Carmelite zuerſt, Colombau

hinter ihr, in den Pavillon ein. Colomban ſchloß die Thüre mit dem Schlüſſel und

dem Riegel.