Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Nachdem ſie dieſen Brief beendigt hatte, ſchrieb ſie

drei andere, in denen ſie einfach ihre drei Freundinnen auf den andern Morgen um ſieben Uhr zuſammen⸗ beſchied.

Dann rief ſie die Gärtnerin und fragte dieſe:

„Wird heute die Poſtbrieflade noch einmal geleert?“

„Ja, Mademoiſelle,“ antwortete Nanette;„wenn Sie ſich ein wenig beeilen, ſo werden Ihre Briefe heute um vier Uhr abgehen.“

„Und um wie viel Uhr werden ſie in Paris ausge⸗ theilt?“

„Um neun Uhr Abends, Mademviſelle.“

„Daun iſt es gut... Nehmen Sie dieſe drei Briefe und werfen Sie dieſelben auf die Poſt.“

„Ja, Mademoiſelle... Hat Mademoiſelle ſonſt nichts mehr zu befehlen?“

„Nein; warum?“

„Es iſt heute Faſtnacht.“

„Ein Feſttag,“ verſetzte Carmelite lächelnd.

„Ja, Mademoiſelle, und wir haben uns zu fünf oder ſechs verabredet, nach Paris zu gehen, wo wir uns einer großen Maskerade der Wäſcherinnen von

Vanvres anſchließen werden, und wenn Mademoiſelle nichts mehr braucht..

„Nein. Sie können nach Paris gehen.“

„Ich danke, Mademoiſelle.“

„üm wie viel Uhr werden Sie zurückkommen?“

„Um elf Uhr, vielleicht ſpäter; es iſt wohl möglich, daß man tanzt.“

Carmelite lächelte aufs Neue.

„Unterhalten Sie ſich gut, und kommen Sie zurück wann Sie wollen,“ ſagte ſie,„wir werden Ihrer nicht bedürfen.“

Carmelite bedurfte in der That nicht nur der Gärt⸗ nerin nicht, ſondern dieſer Abgang entſprach ſogar ihren Abſichten.