wie e, hn⸗ er⸗ daß ern fer⸗
tufe
alte ndin flie⸗
in⸗ ldig. wenn rufen tödt⸗ Blu⸗
de, o Tod;
Ent⸗
t, ſo Liebt egrei⸗ s Ge⸗ hlichen te, der uns
21
„Da ich ihn in dieſer Welt nicht heirathen kann, ſo verlobe ich mich mit ihm heute Abend und heirathe ihn in der andern.
„Wir werden heute Nacht ſterben, meine Schweſtern, und iommt Ihr morgen frübzeitig, ehe der Tod Zeit ge⸗ habt hat, ſeine Veilchen auf unſere Wangen zu entblät⸗ tern, ſo werdet Ihr das ſchönſté Brantpaar ſehen, das die Erde je getragen.
„Vergießet aber keine Thräne auf ſeine Stirne, ſtöret ſeinen Schlaf nicht durch Eure Seufzer, denn es werden auch nie Seelen von Verlobten ſtrahlender, reiner zum Himmel aufgeſtiegen ſein.
„Gott befohlen, meine Schweſtern!
„Ich beklage einzig und allein, daß ich Euch nicht alle Drei, bevor ich ſterbe, umarmen konnte; doch was
für mich die Bitterkeit dieſes Kummers mildert, iſt der
Gedanke, ich hätte Euren Thränen vielleicht nicht wider⸗ ſteben können, und Eure ſo zärtliche, ſo ergebene Zu⸗ neigung hätte mich wieder Geſchmack am Leben faſſen laſſen, während mir das Sterben eine unbeſtuen Glückſeligkeit bereitet.
„Beklaget mich alſo nicht; gedenket aber zuweilen meiner, wenn Ibr, am Abend, in einer heiteren Nacht, beim Scheine des Mondes, dieſes melancholiſchen Freun⸗ des der Todten, Worte ohne Folge murmelnd, auf den Arm des Mannes, den Ihr liebet, geſtützt, luſtwandelt.
„Saget Euch, daß ich— die ich Euch, über den Rand der ſilberbefranſten Wolken geneint, zuſchauen werde,— daß ich auch göttliche Stunden in den Früh⸗ lingsnächten, auf die erſten Liebesworte lauſchend, die erſten Wohlgerüche der Roſen einathmend, zugebracht habe.
„Gedenket meiner, wenn Ihr, allein und bi erwar⸗ tend, bei jedem Geräuſche eines Wagens, der anhält, einer Thüre, die ſich ſchließt, um das Fieber der Ab⸗ weſenheit zu beſänftigen, hingeht und in ſeinem Zimmer


