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ich habe Dich geſchaffen, damit Du durch Dein Glück zum allgemeinen Glücke beitrageſt; und damit Du ſicher hie⸗ zu gelangen könneſt, habe ich Dir die Liebe zum Leben und das Grauen vor dem Tode gegeben; überſteigt aber die Summe der Leiden in Dir die der Glückſeligkeit, ſollten Dich die Wege, die ich Dir geöffnet habe, um den Uebeln zu entfliehen, im Gegentheile nur zu neuen Schmerzen führen, was verbindet Dich zur Dankbar⸗ keit, da das Leben, das ich Dir als eine Woblthat gegeben, für Dich eine Quelle der Mißgeſchicke geworden ſein wird?““
„Wahnſinniger! welche Anmaßung! ich glaube mich nothwendig für die Welt! Meine Jahre ſind ein unmerk⸗ bares Atom im unendlichen Raume der Zeiten; ich weiß nicht, warum, noch wie ich auf die Welt gekommen bin, noch was die Welt iſt, noch was ich ſelbſt bin; und gehe ich aufs Gerathewohl nach einem der vier Punkte des Horizonts, um es zu erfahren, ſo komme ich verwirrt von einer immer gräßlicheren Unwiſſenheit zurück! Ich weiß nicht, was mein Leib iſt, was meine Sinne ſind, was meine Seele iſt; ich weiß nicht, welcher Theil von mir das, was ich ſchreibe, denkt, und über Alles und
über mich nachſinnt, ohne je dahin gelangen zu können,
daß er ſich ſelbſt kennen lernt; ich verſuche es endlich⸗ mit dem Geiſte die ungeheuren Ausdehnungen des Welt⸗ alls, das mich umgibt, zu ermeſſen; ich finde mich wie gefeſſelt an den Winkel eines unbegreiflichen Raumes, ohne zu wiſſen, warum ich mehr hier, als anderswo gefeſſelt bin, und warum der kurze Augenblick meines Daſeins, ein raſcher Blitz zwiſchen zwei Nächten, eher dieſer Stunde der Ewigkeit gehört, als der, welche ihr vorangegangen iſt, oder der, welche ihr folgen ſoll. Auf allen Seiten ſehe ich nur das Unendliche, das mich wie ein Atom abſorbirt.
„Und während in den acht letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts, während in den fünfzehn erſten Jahren
Die Mohicaner von Paris. III. 2


