Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Colombau ſchrieb folgenden Brief an ſeinen Vater, den alten Grafen Edmund von Penhoöl:

Mein theurer und geehrter Vater,

Verzeihen Sie den Schmerz, den ich Ihnen ver⸗ urſachen werde.

Obgleich mein Entſchluß feſt gefaßt iſt, obgleich mich nichts in der Welt davon abbringen kann, nicht einmal Ihre Liebe für mich, nicht einmal meine Dank⸗ barkeit für Sie, zögere ich doch, und ich ſammle Kräfte, um die folgenden Zeilen zu ſchreiben.

Mein geliebter Vater, mein verehrter, mein theurer Vater, verzeihen Sie mir, verzeihen Sie mir!

Ich verzichte auf das Leben, das Sie mir ge⸗ geben.

Sie haben mich ſeit meiner Kindheit gelehrt, o mein verehrter Vater! ich ſoll mich vor Allem um die Verachtung der Menſchen bekümmern: ich flüchte mich in den Tod ans Furcht vor dieſer Verachtung.

Wenu Sie dieſen Brief empfangen, mein lieber Vater, hat Ihr Sohn zu ſein aufgehört, weil er, nach Ihren Rathſchlägen, lieber auf das Leben verzichten, als die Erfüllung ſeiner Pflicht verletzen will.

Ich habe nicht gefehlt, mein edler Vater! befürch⸗ ten Sie das nicht einen Augenblick; hätte ich gefehlt, ſo würde ich, ſtatt feig die Welt zu fliehen, meine Schuld dadurch, daß ich ſie öffentlich dem Angeſichte Aller bloß⸗ geſtellt, gebüßt haben.

Ich habe widerſtanden, geſtritten, gekämpft; denn ich hatte Ihre Verzweiflung vor Augen.

Ich ſollte beſiegt werden: ich habe es vorgezogen, zu ſterben.

Erinnern Sie ſich, mein Vater, unſerer Spazier⸗ gänge an der Küſte des wilden Meeres? Eines Tages hatte eine wüthende Fluth einen rieſigen Felſen entzwei geſchnitten, der ſeit dem Tage, wo die Erde aus den