Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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kurze Worte wechſelnd, wie ſie zwei Verurtheilte, welche den Henker erwarten, wechſeln könnten.

Carmelite nahm endlich die Frage in Angriff und ſagte:

Morgen kommt er au.

Morgen, wiederholte Colombau.

Und wir haben noch keinen beſtimmten Entſchluß gefaßt, mein Freund, ſprach Carmelite.

Doch, verſetzte Colomban, nachdem er einen Au⸗ genblick geſchwiegen,ich habe den meinen gefaßt.

Dann ich auch, erwiederte das Mädchen, dem Bretagner die Hand reichend.

Ich werde ſterben! ſprach Colombau.

Ich werde ſterben! ſprach Carmelite.

Colombau erbleichte.

Das iſt feſt beſchloſſen, Carmelite? fragte er mit zitternder Stimme.

Es iſt feſt beſchloſſen, Colombau, antwortete Car⸗ melite mit einer ſichern Stimme.

Sie werden ohne Bedauern ſterben?

Mit Freude, mit Glück, mit Entzücken.

Dann vergebe uns Gott! ſagr⸗ Colombau.

Gott hat uns ſchon vergeben, erwiederte das Mädchen, einen Blick voll Vertrauen zum Himmel auf⸗ ſchlagend.

Es iſt gut, trennen wir uns zum letzten Male, ehe wir uns auf immer vereinigen, und ſammeln wir uns, ehe wir ſterben.

Sie haben Abſchied zu nehmen, mein Freund.

Ich habe einen Brief an meinen Vater, einen an Dominique zu ſchreiben.

Und ich an meine drei Freundinnen von der Pen⸗ ſion, an meine Schweſtern von Saint⸗Denis.

Die zwei jungen Leute drückten ſich die Hände und zogen ſich zurück, Carmelite in ihr Zimmer, Colombau

in ſeinen Pavillon.

det