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iſt, vor einem Klavier, vor einem Buche, der Dichter ſeinem weißen Papier, der Maler ſeinem unvollendeten Bilde gegenüber; einer von den Tagen, wo man allein traurig und zu Zwei noch viel trauriger iſt; wo es ſcheint, der Geiſt ſei durchgefroren wie der Körper, an welchen Ort ſeines Cabinets man auch fliehen, in wel⸗ chem Winkel ſeines geliebten Zimmers man ſich auch ver⸗ bergen mag; einer von den Tagen, wo man trübſelig und leidend iſt, als ob die Winde des Kirchhofes durch die Dielen der verriegelten Thüre und die Spalten der geſchloſſenen Fenſter zögenz einer von den Tagen, wo man ſchnattert, ohne zu wiſſen, warum, trotz des Feuers im Kamine, trotz der dichten Thürvorhänge; wo die Feuch⸗ tigkeit, dieſer Alp des Tages, eindringt und einen am Halſe packt; wo man ſich, unfähig zum Widerſtande, wie im Schlafe, den ſchädlichen Einflüſſen der Atmoſphäre überläßt; einer von den Tagen endlich, wo man ſich unmächtig fühlt, ein Mißbehagen abzuſchütteln, das minder gefährlich, aber angreifender als eine Krankheit, und deſſen Ende man erwartet, ohne etwus zu thun, um entgegenzuwirken, denn man hat die Unwirkſamkeit jedes Mittels erkannt.
Ein ſolcher Tag war es alſo, der, am Morgen der Faſtnacht, im Jahre 1827, die zwei jungen Leute im Pa⸗ villon von Colombau vereinigte.
Ein großes Rebholzfeuer kniſterte im Kamine; doch ſo viel Heiterkeit das Feuer an den Winterabeuden gibt, eben ſo viel Melancholle gibt es, hat man am Morgen die Sonne, und wäre es auch nur einen Augenblick, ſtrahlen ſehen; das Feuer erſcheint dann als eine ver⸗ fehlte Copie, als eine lächerliche Nachahmung der Sonne; ſingt nicht mehr, es glänzt nicht mehr; es erwärmt aum.
Sie ſaßen Beide vor dem Kamine, traurig, ſchweig⸗ ſam, nachdenkend, träumeriſch, von Zeit zu Zeit ein paar


