Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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mit

au, in olg⸗ Be⸗

der rſter

ohl, wie von den⸗ ſſen, als tnur ider⸗ Rathe Ab⸗ hmerz

7

mich erwarteten, hingleitend die Arme gegen Gott aus⸗ ſtreckte und ihn zu Hülfe rief, hat mich da Gott zurück⸗ gehalten?

Sie läſtern Gott, Carmelite!

Ich läſtere Gott nicht, Colombau: ich liebe Sie!

Carmelite! halten wir nicht unſere Begierden und unſere Inſtincte für Rechte und für Pflichten. Sehen Sie, ſehen Sie, wohin Sie das geführt hat!

Ein Vorwurf, Colomban?

Oh! rief der junge Mann, indem er ihr zu Füßen ſtürzte,Gott ſtrafe mich, wenn ich dieſen Gedanken ge⸗ habt habe! Für mich, Carmelite, haben Sie in ſich alle Leidenſchaften des Weibes, doch Sie ſind rein wie Eva am Tage ihrer Schöpfung.

Colombau! Colombau! ſagte Carmelite, während ſie auf ihr Canapé zurückſank und ihre beiden Hände auf den Kopf des jungen Mannes legte,ich laſſe meine Rechte und meine Pflichten beiſeit und ziehe nur mein Herz zu Rathe... Wenig liegt mir daran, daß ich vor Gott und den Menſchen verantwortlich ſein ſoll: ich weiß, was ich Gott und den Menſchen zu antworten habe, bin ich nur vor Ihnen rechtfertigbar.

Und ich, verſetzte der junge Mann halb beſiegt, denken Sie, ich willige je ein, den Eid zu vergeſſen, den ich Camille geſchworen habe? Und hätte ich dieſen Eid nicht geſchworen, denken Sie, ich würde Camille verrathen? Oh! darum ſage ich, wir müſſen Gott um die Stärke und um die Reſignation bitten!

Nie! nie! rief das Mädchen mit einer unbändigen Heftigkeit.

Carmelite! Carmelite!

Wie ſoll ich Gott bitten, fuhr ſie fort, mir, indem er mir meine Liebe nimmt, um an ihre Stelle die Reſignation, dieſe träge, unfruchtbare Tugend, zu ſetzen, wie ſoll ich Gott bitten, mir das Element, das Princip meines Lebens zu nehmen?.. Sie wiſſen