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Doch ſtatt ſich zu erheben, ſchloßen ſich die Angen des jungen Mannes, und zwiſchen ſeinen vereinigten Wimpern floßen zwei Thränen durch.
„Was haben Sie?“ fragte ihn Carmelite mit ihrer harmoniſchſten Stimme,„und warum verſetzt Sie die Rückkehr Ihres Freundes in eine ſolche Beſtürzung?“
„Ah! Carmelite! Carmelite!“ rief der Bretagner, „fragen Sie mich das nicht!“
„Colombau,“ fuhr ſie fort,„warum ſind Sie ſo bleich, und warum weinen Sie?“
„Weil ich ſterbe, Carmelite!“ rief der junge Mann, ſeine Weſte mit voller Hand zerreißend, als ob er erſtickte.
„Und Sie ſterben, Colombau,“ ſprach unbarmher⸗ zig das junge Mädchen,„weil Sie mich lieben, nicht wahr?
„Ich!“ rief Colomban, indem er die Augen erſchro⸗ cken wieder öffnete;„ich! ich liebe Sie?...
„Ja,“ antwortete Carmelite einfach.„Warum nicht? Ich liebe Sie wohl!“
„Schweigen Sie! ſchweigen Sie, Carmelite!“
„Oh!“ erwiederte das Mädchen,„ich ſchweige lange genng, und Sie auch! Lange genug nähren wir mit un⸗ ſerem Herzen dieſe Schlange, die es verzehrt.“
„Carmelite!“ rief Colombeau,„ich bin ein Elender!“
„Nein, Colombau, Sie ſind ein großes Herz, lange Zeit ſiegreich, doch unbeſiegt.“
„Oh! Carmelite! Carmelite!“ ſtammelte Colombau, „werden Sie mir verzeihen?“
„Und was hätte ich Ihnen denn zu verzeihen, da ich Sie liebe, da ich Sie immer geliebt habe?“
„Stille, Carmelite!“ unterbrach Colombau;„Sie hatten es ſchon geſagt, und ich hatte die Stärke gehabt, Sie nicht zu hören.“
„Wohl!“ ſprach Carmelite mit einer Art von Wuth, „ſo wiederhole ich Ihnen: ich liebe Sie, Colombau! ich liebe Sie! ich liebe Sie!“


